Brände in Portugal: Jetzt riecht es in Schweiz nach Rauch
Rauch von Waldbränden in Portugal zieht in die Schweiz. In den Bergen kann es deshalb nach Feuer riechen.

Das Wichtigste in Kürze
- Rauch aus Portugal wird per Hochdruckgebiet bis in die Schweiz gelenkt.
- In den Bergen kann der Rauch als Brandgeruch besonders deutlich auffallen.
- Feine Partikel färben Sonnenuntergänge rötlicher und den Himmel diesig.
In der Schweiz kann es ab heute nach Feuer riechen. Grund ist Rauch von Waldbränden in Portugal, der Richtung Mitteleuropa zieht.
SRF-Meteorologe Christoph Siegrist zeigte den Rauch in der Abendausgabe von SRF Meteo auf dem Satellitenbild. Vor Portugal war demnach ein grau-bräunlicher Schwaden zu sehen.

«Das ist Rauch», erklärte Siegrist. Denn: In Portugal gibt es Waldbrände, wie auch an anderen Orten.
Wie bei Saharastaub – nur mit Rauch
Das Phänomen erinnert ein Stück weit an Saharastaub. Auch dann wirkt der Himmel oft milchig, die Sonne weniger grell und der Sonnenuntergang besonders farbig.

Der Unterschied: Diesmal sind es keine Staubpartikel aus der Wüste, sondern feine Rauchpartikel aus Waldbränden. Diese können weit transportiert werden.

Der Rauch wird derzeit aufs Meer hinausgetrieben. Dort liegt nördlich von Portugal und Spanien ein Hochdruckgebiet.
Laut SRF Meteo wird der Rauch um dieses Hoch herumgeführt. Im Uhrzeigersinn zieht er Richtung Mitteleuropa und damit auch Richtung Schweiz.
Vor allem in den Bergen riechbar
Ab heute kommt der Rauch hierzulande an. Besonders auffallen dürfte das in den Bergen.
Wer dort unterwegs ist, könnte Brandgeruch wahrnehmen. Zudem dürften die Sonnenuntergänge deutlich röter wirken als sonst.
Der Grund: Die Partikel in der Luft streuen das Sonnenlicht. Dadurch kann der Himmel diesig wirken, während die tief stehende Sonne am Abend kräftiger rot erscheint.
In Portugal brennt es seit Tagen
Der Rauch kommt nicht von einem kleinen Feuer. In Portugal kämpfen Einsatzkräfte seit Tagen gegen mehrere Waldbrände.
Besonders betroffen ist die Region Vouzela im Distrikt Viseu in Zentralportugal. Dort brach das Feuer am Donnerstag aus. Laut Behörden standen zuletzt mehr als 1200 Feuerwehrleute, fast 400 Fahrzeuge und 15 Löschflugzeuge im Einsatz. Zwei Feuerwehrleute wurden schwer verletzt.

Bis Sonntag brannte das Feuer laut EU-Satellitendienst Copernicus auf einer Fläche von rund 12'000 Hektaren. Das entspricht etwa 120 Quadratkilometern.
Portugal hatte wegen der Hitze bereits Unterstützung bei der EU, Spanien und Marokko angefordert. Das Land steht unter hoher Waldbrandgefahr, in mehreren Regionen wurden Temperaturen von über 40 Grad gemessen.








