Wegen eines Mords in Bottighofen TG wurde eine 55-jährige Frau vom Bezirksgericht Kreuzlingen zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt.
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Insassen einer Haftanstalt. Foto: Jesus Vargas (Symbolbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Bezirksgericht Kreuzlingen hat sein Urteil verkündet.
  • Eine 55-jährige Frau muss wegen vorsätzlicher Tötung für 15 Jahre in Haft.

Das Bezirksgericht Kreuzlingen verurteilt eine 55-jährige Frau wegen vorsätzlicher Tötung und Störung des Totenfriedens zu 15 Jahren Haft. Sie soll 2020 in Bottighofen eine 63-jährige Frau erschossen und anschliessend die Leiche mit Messern zerteilt haben. Das Bezirksgericht gab sein Urteil am Freitag bekannt.

Demnach wird die Verurteilte, die aus der Ukraine stammt und einen Liechtensteinischen Pass besitzt, auch zu 15 Jahren Landesverweisung verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

In Bottighofen: Mieterin erschossen

Der Fall hatte im Dezember 2020 mit einem grausigen Fund begonnen: Spaziergänger entdeckten in einem Wald bei Egnach TG einen menschlichen Kopf mit einer Schussverletzung. Eine DNA-Analyse führte zum Opfer, einer 63-jährigen Frau aus Bottighofen TG.

Wenig später wurde die Vermieterin des Opfers festgenommen. Bei der Frau fand die Polizei die Tatwaffe. Die 55-Jährige soll ihr Opfer bei einem Streit getötet haben. Anschliessend zerteilte sie die Leiche mit Küchenmessern und entsorgte die Körperteile in verschiedenen Unterflurcontainern.

Die Staatsanwaltschaft hatte in der Verhandlung vom Mittwoch eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren gefordert. Der Verteidiger plädierte auf Notwehr und verlangte einen Freispruch vom Vorwurf der vorsätzlichen Tötung.

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