Blättler: «Der grösste Teil hat die Massnahmen verstanden»

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    Bern,

    Laut Stefan Blättler, Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeidirektoren, hat die Schweizer Bevölkerung die Nagelprobe für Ostern bestanden.

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    Stefan Blättler spricht an einer Medienkonferenz in Bern. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweizer Bevölkerung hat am Wochenende die Nagelprobe für Ostern bestanden.
    • Der grösste Teil der Menschen habe die Massnahmen verstanden, so Stefan Blättler.

    Die Nagelprobe für Ostern hat die Schweizer Bevölkerung am Wochenende als Gesellschaft bestanden. Dies sagte Stefan Blättler, Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten, am Dienstag vor den Medien in Bern. Der überaus grösste Teil der Menschen habe die Massnahmen verstanden.

    Die kantonalen Polizeikorps seien am vergangenen schönen Wochenende stark ausgelastet und verstärkt unterwegs gewesen. Und sie hätten sehr viel Gespräche mit Ausflüglern in den touristischen Hotspots geführt. Der Spagat zwischen Augenmass und Durchsetzung sei anspruchsvoll.

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    Ein Schild am Flüelapass. - Pixabay

    Die föderalistischen Strukturen der Schweiz würden den Einsatzkräften die notwendige Flexibilität geben. Damit diese zielführend und mit Augenmass tätig sein könnten, erklärte Blättler. Das mache es möglich, zum Beispiel gewisse Strecken zu sperren, wenn der Auflauf zu gross werde. Dies sei etwa am Wochenende am Flüela im Kanton Graubünden geschehen.

    Die Frage, ob es Unterschiede geben, wie West- und Deutschschweizer die Massnahmen befolgten, konnte Blättler nicht beantworten. Am Wochenende wurden an touristischen Hotspots in den Kantonen Neuenburg und Jura auffällig viele Autos mit Deutschschweizer Nummernschildern beobachtet.

    Keine weiträumigen Strassenschliessungen

    Es werde keine Empfehlungen an die Kantonspolizeien geben, vermehrt Strassen und Zugänge zu schliessen, erklärte Blättler. Das müssten und könnten die örtlichen Behörden in Zusammenarbeit mit den zuständigen Polizeikräften selber entscheiden.

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    Stau auf dem Gotthard-Strassentunnel. (Archivbild) - Keystone

    Es bleibe deshalb von seiner Seite bei der erneuten Aufforderung, auch an Ostern zuhause zu bleiben. Dies, um bisher Erreichtes nicht aufs Spiel zu setzen. Man solle für einen kurzen Moment auf Reisen in die Berge und an Touristenorte verzichten. Sowohl auf der Strasse als auch auf der Schiene, sei es mit dem öffentlichen Verkehr, mit dem Auto oder Motorrad.

    Erfreulich sei, sagte Blättler, dass es bisher im Zusammenhang mit den Corona-Massnahmen keine Tendenzen zu mehr häuslicher Gewalt gebe. Die Polizeikräfte würden die Situation aber weiterhin aufmerksam verfolgen.

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