Bieler Stapi tobt nach Konzessionsverlust
Dem zweisprachigen regionalen Fernsehsender «Telebielingue» werden die öffentlichen Gelder gestrichen – für den Stadtpräsidenten Biels «absolut unverständlich».

Das Wichtigste in Kürze
- Dem französisch-deutschen Sender «Telebielingue» werden die staatlichen Gelder gestrichen.
- Mehrere Städte sehen das Verschwinden des Senders als grossen Verlust.
Das Bundesamt für Kommunikation hat entschieden: Das zweisprachige Regional-TV «Telebielingue» wird ab 2025 nicht länger von öffentlichen Geldern finanziert.
Die Stadt Biel nimmt den Beschluss «mit Bestürzung» zur Kenntnis, wie sie in einer Mitteilung schreibt.
Den Entscheid sieht sie als Ignoranz der im zweisprachigen Alltag gelebten Besonderheiten und «rein wirtschaftlich motiviert».
Fehr: «Ich bin empört und konsterniert»
SP-Stadtpräsident Erich Fehr verurteilt den Konzessionsentzug eindeutig.
Neben der Wochenzeitung «Biel-Bienne» gebe es kein Medium, welches die Zweisprachigkeit so sehr lebt wie «Telebielingue». «Es ist absolut unverständlich – ich bin empört und konsterniert», äussert sich Fehr gegenüber «ajour».
«Canal B» als neuer Sender soll die Ausstrahlungen in beiden Sprachen übernehmen. Dabei könne jedoch nur zwischen deutscher und französischer Frequenz gewählt werden.
Dies erfülle nicht das eigentliche Bedürfnis der Stadt, findet auch Fehr.
Nur Medienverlag kann Beschwerde einlegen
Für die Stadt ist es klar, dass «Telebielingue» die «gemeinsame Zweisprachigkeit» weit mehr fördert als «Canal B».
Das würde sie auch in einer Beurteilung zur Unterstützung des Senders darlegen. Eine Beschwerde kann allerdings nur durch den Verlag «Gassmann Media» eingelegt werden.








