Die 24. Ausgabe der Bieler Fototage lockte während drei Wochen fast 10'000 Besucherinnen und Besucher an. Inhaltlich drehte sich das Festival um gesellschaftliche Brüche und Herausforderungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Festival habe Räume geboten, um über die derzeit allgegenwärtige Umbruchstimmung nachzudenken; zudem ermöglichte es, die Vielfalt neuen fotografischen Wirkens in der Schweiz und im Ausland zu entdecken, teilten die Verantwortlichen mit, nachdem das Festival am Sonntag zu Ende gegangen ist.

Im Rahmen des Festivals wurden zwei Auszeichnungen erstmals vergeben: Der Nigerinaner Anthony Ayodele Obayomi erhielt den Taurus-Preis für Bildende Kunst für sein laufendes Projekt; er wird seine fertige Arbeit vom 4. Juli bis zum 29. August im Photoforum Pasquart in Biel ausstellen und anschliessend bei LagosPhoto in Nigeria. Mit seiner Installation hinterfragt der Künstler die Kommerzialisierung von Hoffnung im Alltag der oft mittellosen Nigerianerinnen und Nigerianer.

Der erste Preisträger der Enquête photographique Berner Jura heisst Pierre-Kastriot Jashari; das Werk des Künstlers aus Biel wird vom 25. bis 26. September im Rahmen der Nocturne Biennale der Fotografie No'Photo in Genf zu sehen sein. Die Sammlung von Porträts und Landschaften beschäftigt sich mit dem Alltag der multikulturellen Jugend im Berner Jura.

Die nächste Ausgabe der Bieler Fototage ist für Mai 2022 geplant. Im vergangenen Jahr wurde das Festival wegen der Covid 19-Pandemie abgesagt. 2019 hatte es rund 6500 Besucherinnen und Besucher.

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