Bevölkerung mit Migrationshintergrund vier Prozentpunkte gestiegen

    Keystone-SDA
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    Neuchâtel,

    Der Anteil der Personen in der Schweiz, welche einen Migrationshintergrund haben, ist im letzten Jahr auf fast 40 Prozent gestiegen.

    migrationshintergrund
    Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an der ständigen Schweizer Bevölkerung nahm im letzten Jahr zu (Symbolbild). - sda - Keystone/GIAN EHRENZELLER

    Das Wichtigste in Kürze

    • Immer mehr Personen in der Schweiz haben einen Migrationshintergrund.
    • Im vergangenen Jahr betrug der Anteil 39 Prozent.
    • Der Wert ist um mehr als vier Prozentpunkte höher als vor zehn Jahren.

    In der Schweiz ist die Bevölkerung mit Migrationshintergrund in den letzten zehn Jahren um mehr als vier Prozentpunkte angestiegen. Ihr Anteil an der ständigen Wohnbevölkerung über 15 Jahren belief sich im vergangenen Jahr auf 39 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Davon gehörten 31 Prozent der ersten und acht Prozent der zweiten Generation an.

    40 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund seien Schweizer Staatsangehörige gewesen. Bei der ersten Generation habe der Anteil der Schweizerinnen und Schweizer 29 Prozent betragen, bei der zweiten Generation 71 Prozent. Im Vergleich dazu seien 26 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz ausländische Staatsangehörige.

    Haben Sie einen Migrationshintergrund?

    In der Bevölkerung mit Migrationshintergrund seien seit 2021 Schweizerinnen und Schweizer mit 40 Prozent am stärksten vertreten gewesen, gefolgt von italienischen sowie deutschen Staatsangehörigen mit je zehn Prozent.

    Menschen mit Migrationshintergrund oft schlechter gestellt

    Die Analyse zeigt laut BFS, dass die Bevölkerung mit Migrationshintergrund insgesamt oft schlechter gestellt ist als jene ohne Migrationshintergrund. So sei ihre Erwerbslosenquote doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Migrationshintergrund.

    Es gebe jedoch einige Ausnahmen. Menschen mit Migrationshintergrund verwendeten häufiger mindestens zwei Landessprachen. Dies sei in der zweiten oder höheren Generation besonders ausgeprägt.

    Regionales Arbeitsvermittlungszentrum (RAV)
    Regionales Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) (Symbolbild). - Keystone

    Auch litten Menschen mit Migrationshintergrund seltener an gesundheitlichen Problemen oder chronischen Krankheiten. Zudem seien sie unter den Menschen mit einem Abschluss auf Tertiärstufe übervertreten. In den meisten Lebensbereichen nähere sich die Situation der zweiten oder höheren Generation aber jener der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund an, schreibt das BFS weiter.

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