Laut BAG wurden in der Schweiz bisher über 42'600 Fälle von mutierten Varianten des Coronavirus festgestellt.
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Mehrere Personen lassen sich am 2. April 2021 in Mont-sur-Lausanne auf das Coronavirus testen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Gemäss BAG trat die «Schweizer Variante» bereits im April 2020 auf.
  • Von ihr sollte demnach keine Gefahr ausgehen.

In der Schweiz sind inzwischen 42'626 Fälle von mutierten Varianten des Coronavirus entdeckt worden. Keine Gefahr dürfte gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) von der sogenannten «Schweizer Variante» ausgehen.

17'011 der insgesamt 42'626 Fälle von mutierten Varianten betrafen die britische Variante (B.1.1.7), 246 die südafrikanische (B.1.351) sowie 14 die brasilianische (P.1), wie das BAG am Montag bekannt gab. 25'355 Fälle konnten keiner Variante eindeutig zugewiesen werden.

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Eine Frau zeigt in einem Labor einen Test für das Coronavirus. - dpa

Zudem war am Samstag der erste Fall der indischen Virusvariante gemeldet worden. Diese Variante mit der Bezeichnung B.1.617 ist in Indien stark vertreten und könnte laut BAG einen Teil des Schutzes, der durch Impfstoffe oder eine frühere Covid-19-Infektion besteht, umgehen.

Keine Sorge wegen «Schweizer Variante»

Zu keiner Sorge Anlass gibt dem BAG derzeit die sogenannte «Schweizer Variante», über die die italienische Nachrichtenagentur Ansa am vergangenen Freitag berichtet hatte. Sie wurde bei einem 57-jährigen Mann aus Turin entdeckt, der positiv auf diese Variante getestet worden sei.

Nach Auskunft des BAG trat diese Variante mit der Bezeichnung B.1.1.39 bereits im April 2020 auf und habe sich weder in der Schweiz noch anderswo etabliert. Da sie im Vergleich zur britischen Variante am Abnehmen sei, könne vermutet werden, dass sie nicht so ansteckend sei wie diese. Deshalb gebe es auch keinen Anlass, gegen diese Variante vorzugehen.

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