Bei Hitze ist angepasstes Verhalten wichtig
Ab Mittwoch wird es in der Schweiz vielerorts über 30 Grad heiss. Für solche Hitzewellen hat das Bundesamt für Gesundheit viele Tipps parat. Denn hohe Temperaturen können das Wohlbefinden beeinträchtigen und die Gesundheit gefährden. Kurz gesagt gilt: Schatten suchen, viel trinken und Belastung reduzieren.

HITZEWARNUNG BEACHTEN: Informieren Sie sich über Hitzewarnungen bei Meteoschweiz oder Alertswiss.
WICHTIGE MASSNAHMEN: Vermeiden Sie anstrengende körperliche Tätigkeiten zur heissesten Tageszeit (Mittagssonne (11-15 Uhr) sowie bei hohen Temperaturen (15-17 Uhr). Verlegen Sie die Anstrengungen auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden.
RISIKOPERSONEN SCHÜTZEN: Ältere, Kinder und Kranke besonders schützen. Nehmen Sie mit älteren Personen täglich Kontakt auf.
KÖRPER KÜHLEN: Nehmen Sie kühle Duschen oder Bäder. Auch kühlende Lotionen, kalte Tücher auf Stirn und Nacken, sowie kalte Fuss- und Handbäder helfen, den Körper zu kühlen. Tragen Sie leichte Kleidung. Während oder nach sportlichen Betätigungen sollte ausserdem der Salzverlust ausgeglichen werden.
TRINKVERHALTEN ANPASSEN: Trinken Sie mindestens 1,5 Liter pro Tag. Wichtig sei es, regelmässig zu trinken, nicht erst bei Durst. Alkohol und stark gesüsste Getränke sind zu meiden. Ideal sei Leitungswasser. Ansonsten Mineralwasser, verdünnte Apfelschorlen und Kräuter- oder Früchtetees. Bei Herz- oder Nierenschwäche solle die Trinkmenge ärztlich abgeklärt werden.
ERNÄHRUNG ANPASSEN: Essen Sie kleinere, leichtere und häufigere Mahlzeiten. Konsumieren Sie wasserreiches Obst und Gemüse und meiden Sie fettreiche und schwer verdauliche Nahrung. Salzhaltige Lebensmittel helfen, den durch starkes Schwitzen verursachten Mineralverlust auszugleichen. Risikogruppen sollten ihre Ernährung mit einer Fachperson besprechen.
ZUHAUSE KÜHLEN: Tagsüber Fenster schliessen und abdunkeln. Nachts und früh morgens lüften. Unnötige elektrische Geräte ausschalten.
UNTERWEGS: Meiden Sie pralle Sonne und halten Sie sich im Schatten auf. Bedecken Sie die Haut mit Kleidung wie langärmeligen Oberteilen oder lose, engmaschige Kleider. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät auch, Kopfbedeckung und Sonnenbrille mit UV-Schutz zu tragen. Zudem sollten Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Sonnenschutzfaktor (mindestens 30) und breitem Spektrum (UVA/UVB) grosszügig und regelmässig über den Tag verteilt aufgetragen werden. Auch sollen genügend Getränke mitgenommen werden.
TIERE NICHT VERGESSEN: Tierschutzorganisationen erinnern daran, dass Tiere Hitze nur schlecht regulieren können, da viele kaum schwitzen. Bieten Sie Haustieren stets Schatten, kühle Rückzugsorte und frisches Wasser an. Verlegen Sie Spaziergänge mit Hunden in die Morgen- oder Abendstunden und prüfen Sie den Asphalt, um Pfotenverbrennungen zu vermeiden. Tiere – aber auch Menschen, zum Beispiel kleine Kinder – dürften keinesfalls in einem Auto zurückgelassen werden, auch nicht für kurze Zeit. Auch an einem Schattenplatz heizt sich das Innere eines Fahrzeugs schnell auf bis zu 100 Grad auf und wird zur tödlichen Falle. Tierschutzorganisationen raten, unverzüglich die Polizei zu rufen, wenn an einem heissen Tag ein Lebewesen allein in einem geschlossenen Auto entdeckt werde.






