BEA empfiehlt ÖV-Anreise – senkt Parktarife aber massiv

Matthias Neuhaus
Matthias Neuhaus

Bern,

Das Parkieren an der BEA kostet deutlich weniger als 2025. Empfohlen wird jedoch eine ÖV-Anreise. Das erscheint widersprüchlich – der BärnerBär hat nachgefragt.

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An der BEA kostet ein Tagesticket fürs Parkieren neu 21 Franken. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im vergangenen Jahr erhöhte die BEA die Parkgebühren – das führte zu Kritik.
  • Nun folgt die Kehrtwende: 2026 sind die Tarife massiv günstiger.
  • Haben die Veranstalter das Ziel mit der ÖV-Anreise etwa aufgegeben?

Hohe Kosten fürs Parken sorgten im vergangenen Jahr an der BEA für Unmut. Um die Anreise mit dem ÖV zu fördern, erhöhten die Veranstalter die Preise.

Nun folgt die grosse Kehrtwende. Heuer bezahlen Besuchende wieder bedeutend weniger. Pro Tag belaufen sich die Kosten auf maximal 21 Franken. 2025 waren es noch 36 Franken.

Wie reist du an die BEA?

Was bleibt ist die Empfehlung, mit dem ÖV zum Messegelände zu kommen.

«Aufgrund der geringen Anzahl an Parkplätzen empfehlen wir die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln», steht auf der Webseite der BEA.

«Bewusstes Miteinander der Verkehrsträger»

Gleichzeitig werden die Parkgebühren aber um über 40 Prozent gesenkt. Ist das nicht ein Widerspruch?

Der BärnerBär hat bei den Verantwortlichen der Frühlingsmesse nachgefragt.

«Unser Ansatz ist nicht ein Entweder-oder, sondern ein bewusstes Miteinander der verschiedenen Verkehrsträger», sagt Bernexpo-Mediensprecher Adrian Erni.

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Die BEA zieht jährlich über 300'000 Besuchende an. - keystone

Bei jährlich über 500 Veranstaltungen im Raum Wankdorf sei es entscheidend, die gesamte Verkehrssituation aktiv und ausgewogen zu bewirtschaften.

Erni stellt klar: «Die Empfehlung zur Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt weiterhin zentraler Bestandteil unseres Mobilitätskonzepts.»

Preiserhöhung folgt auf Kritik

Die Erhöhung der Parkgebühren im letzten Jahr habe einen klaren Hintergrund gehabt, erklärt Erni.

«In den vergangenen drei Jahren haben unsere Grossveranstaltungen im Raum Wankdorf zu teilweise erheblichen und anhaltenden Verkehrssituationen geführt. Dies führte zu nachvollziehbaren Reaktionen aus dem umliegenden Gewerbe sowie aus den Quartieren.»

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Die Veranstalter empfehlen nach wie vor, mit dem ÖV an die BEA anzureisen. - keystone

Diese Reaktionen habe man sehr ernst genommen. Die Folge war eine Preiserhöhung. Erni: «Die Massnahme war ausdrücklich nie als Belastung oder gar Schikane für Autofahrende gedacht.»

Nach umfassender Auswertung sei die Preisgestaltung nun neu beurteilt und angepasst worden, sagt der Mediensprecher.

Parken wieder billiger – Verkehrskollaps bleibt aus

Die Konsequenz: Das Parken an der BEA kostet wieder bedeutend weniger. Welche Auswirkungen hat das auf den Verkehr?

Erni: «Trotz der angepassten Parktarife konnte an der diesjährigen BEA kein signifikanter Anstieg des motorisierten Individualverkehrs festgestellt werden.»

Auf den Strassen rund um das Wankdorf sei es bisher auch nicht zu mehr Stau gekommen. «Trotz einem sehr erfolgreichem BEA-Wochenende kam es zu keinem Zeitpunkt zu einem grösseren Verkehrskollaps rund um das Gelände», so Erni.

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Stau wegen tieferen Parktarifen? Bernexpo-Mediensprecher Adrian Erni verneint: «Es konnte kein signifikanter Anstieg des motorisierten Individualverkehrs festgestellt werden.» (Symbolbild) - keystone

Während die Preiserhöhung im vergangenen Jahr zu spürbar kritischen Reaktionen geführt habe, seien die Rückmeldungen nun erfreulicher.

Erni: «Die nun beschlossene Anpassung wurde positiv aufgenommen und als pragmatischer Schritt bewertet.»

Die BEA dauert noch bis am 3. Mai.

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Kommentare

User #3442 (nicht angemeldet)

Verstehe ich das richtig? Man hält Preise künstlich hoch, damit die Bürger lernen, ihr Verhalten nach dem gewünschten verkehrspolitischen Bild zu ändern? Das klingt für mich eher nach Erpressunh als nach freier Marktwirtschaft oder vernünftiger Politik. Funktioniert das langfristig wirklich?

User #2468 (nicht angemeldet)

Miteinander. Bravo. Überall versucht man die Autos zu verbannen. Was die Zwängelei bringt , sah man am vergangenen We. in Zürich. Gespräch Sonntalk tele züri

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