Bauarbeiter gräbt Wespennest aus – stirbt an allergischem Schock
Ein tragischer Vorfall schockiert das Waadtland: Ein Bauarbeiter wird von einer Wespe gestochen und stirbt wenige Tage später im Spital.

Das Wichtigste in Kürze
- Bei der Fertigstellung eines Pumptracks in Saint-Légier VD kam es zu einer Tragödie.
- Eine aggressive Wespen-Kolonie greift einen Bauarbeiter an.
- Er wird gestochen und stirbt wenige Tage später.
Am 14. September während der letzten Vorbereitungsarbeiten für eine neue Pumptrack-Anlage in Saint-Légier VD geschieht es.
Bei Grabungsarbeiten stösst ein Bauarbeiter auf ein unterirdisches Wespennest. Die aufgeschreckten Insekten greifen ihn an und stechen mehrfach zu.
Innerhalb kurzer Zeit verschlechtert sich sein Zustand, wie «24heures» berichtet. Der Mann hat Atemprobleme und erleidet schliesslich noch vor Ort einen Herzstillstand. Rettungskräfte leisten vor Ort erste Hilfe und bringen ihn dann ins Spital nach Lausanne.
Dort verstirbt er einige Tage später, wie die Zeitung berichtet. Als mögliche Todesursache gilt ein anaphylaktischer Schock – eine schwere und plötzlich auftretende allergische Reaktion auf Insektengift.
Eine endgültige Diagnose liegt nach Angaben der Beteiligten aber nicht vor.
Jährlich mehrere Todesfälle durch Insektenstiche
In der Schweiz kommt es gemäss Yannick Müller, Spezialist für Immunologie und Allergologie am Chuv in Lausanne, jedes Jahr zu durchschnittlich zehn Todesfällen im Zusammenhang mit Insektenstichen.
Besonders gefährlich ist eine schwere allergische Reaktion, die innerhalb kürzester Zeit zu Atemnot, einem starken Blutdruckabfall und schliesslich zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand führen kann.

Problematisch ist dabei, dass viele Betroffene vor einem solchen Ereignis gar nicht wissen, dass sie allergisch reagieren.
Für Menschen mit einer bekannten Allergie besteht langfristig die Möglichkeit einer spezifischen Immuntherapie. Im akuten Notfall kann dagegen eine sofortige Behandlung mit Adrenalin lebensrettend sein.
Pumptrack trotz Tragödie eröffnet
Mehr als zwei Wochen nach dem Unglück wurde die neue Pumptrack-Anlage dennoch eröffnet. Jedoch nicht wie geplant mit einem Fest, sondern einfach still freigegeben.
Vor der Eröffnung überprüfte ein spezialisiertes Unternehmen das Gelände und stellte sicher, dass keine weiteren Wespennester vorhanden sind.












