Basler Tests mit Superblocks sind vorbei - nun wird evaluiert
Die Superblock-Tests in den Basler Quartieren Matthäus und St. Johann sind nach einem Jahr planmässig zu Ende gegangen. Die Regierung will nach einer Evaluation entscheiden, wie es weitergeht.

Der Superblock im St. Johann ist bereits abgebaut, die Arbeiten im Matthäusquartier beginnen nun, wie das Präsidialdepartement (PD) am Montag mitteilte. Ein externes Büro werde die Testphasen evaluieren und die Regierung die weiteren Schritte voraussichtlich im ersten Quartal 2027 entscheiden. Die Evaluation werde mit dem Entscheid veröffentlicht.
Die Evaluation umfasst Befragungen von Nutzenden, Anwohnenden und Gewerbe sowie die Auswertung von Bussen, Unfällen, Requisitionen, Luftmessungen und Sauberkeit, wie es hiess. Zudem würden Verkehrserhebungen analysiert und ein Austausch mit Schlüsselpersonen im Quartier durchgeführt.
Konzept aus Barcelona
Bei Superblocks handelt es sich um verkehrsberuhigte Quartierstrassen, wo die Bevölkerung den Raum zur eigenen Gestaltung nutzen kann. Das Konzept hatte zunächst in der spanischen Stadt Barcelona Schule gemacht. Laut dem PD gaben Vorstösse aus Bevölkerung und Politik den Anstoss, Superblocks auch in Basel zu testen.
Gegen die Tests gab es auch Widerstand: So gingen zahlreiche Beschwerden beim zuständigen Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) ein. Die Gegner des Superblocks zogen gar vor Gericht. Zuletzt entschied das Verwaltungsgericht Basel-Stadt, dass eine Aufhebung von Parkplätzen für einen einjährigen Test zumutbar sei.
Über einen Dauerbetrieb urteilte das Gericht hingegen nicht. Die persönliche Freiheit sah es nicht als eingeschränkt an. Damit bleibt die Zukunft von Superblocks nicht nur politisch sondern auch juristisch offen.






