Stadt Basel

Basler Polizei meldet Ende der Hausbesetzung im Klybeck

Keystone-SDA Regional
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Basel,

Die Hausbesetzung an der Klybeckstrasse in Basel ist nach Angaben der Kantonspolizei «definitiv beendet». Die beiden Personen, die Dutzende Stunden lang auf dem Dach ausharrten, hätten das Gebäude freiwillig verlassen, hiess es.

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Zwei Verhandler der Kantonspolizei im Gespräch mit den Hausbesetzern. - Kantonspolizei Basel-Stadt

Die beiden suchten am Donnerstag gegen 20 Uhr Kontakt zur Polizei. Sie seien einer Kontrolle unterzogen und schliesslich aus dieser entlassen worden, hiess es Donnerstagabend. Ein entsprechender Rapport an die Staatsanwaltschaft sei erfolgt.

Noch am Donnerstagnachmittag hatte die Polizei informiert, dass der Mann und die Frau zunächst Forderungen gestellt hätten. Sie hätten freies Geleit und Straffreiheit verlangt. Zudem solle man von einer Überwälzung der Einsatzkosten absehen. Die Polizei hielt fest, sie könne dem nicht nachkommen, ohne ihren gesetzlichen Auftrag zu verletzen.

Die Räumung der drei Gebäude und des darum liegenden Areals hatte am Mittwoch um 4 Uhr morgens begonnen. Gemäss damaligen Angaben der Polizei wurden die Gebäude leer vorgefunden, allerdings wurden zwei Personen auf dem Dach einer der Liegenschaften festgestellt. Sie weigerten sich bis Donnerstagabend, ihre Position zu verlassen.

Aufgrund der Gefährlichkeit der Situation in der Höhe und der potentiellen Reaktion der beiden Besetzenden auf die Einsatzkräfte sah die Polizei von einem Durchgreifen ab. Sie suchte stattdessen den Dialog und versorgte die zwei Personen mit Wasser, wie sie geschrieben hatte. Auch Verpflegung und medizinische Hilfe habe sie angeboten, diese seien jedoch nicht in Anspruch genommen worden.

Kannst du Hausbesetzungen nachvollziehen?

Am Mittwochabend war es im Bezug auf die Räumung zu einer Demonstration in Basel gekommen. Hunderte protestierten gegen den Einsatz, darunter auch Linksextreme, und versuchten unter anderem, zu den Liegenschaften im Klybeck vorzudringen. Die Polizei verhinderte dies und setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Die Demonstrierenden zogen dann weiter bis ins Grossbasel und wieder zurück ins Kleinbasler Klybeck.

Während der Demonstration wurde die Polizei von den Demonstrierenden angegriffen und es wurden zahlreiche Sachbeschädigungen verübt. Laut Behördeninformationen wurde eine Person festgenommen.

Hintergrund der Räumung war ein Strafantrag des Versicherungskonzerns Swiss Life, dem die betroffenen Liegenschaften im Klybeck gehören. Nachdem eine Zwischennutzung nicht verlängert worden war, hatten Linksautonome ein selbstverwaltetes Kulturzentrum unter dem Namen Zack (Zone Autonome Culturelle Klybeck) ausgerufen.

Die Gebäude sollen abgerissen werden, da im Klybeck ein neues Stadtquartier entstehen soll. Im Rahmen des Vorhabens «Klybeck plus» sollen dort dereinst 8500 Menschen wohnen und 7500 Arbeitsplätze entstehen.

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Kommentare

User #3677 (nicht angemeldet)

Über eine Festnahme/Anzeige wurde nichts geschrieben. Demnach wurde Ihnen wahrscheinlich freies Geleit gewährt entgegen dem geltenden Gesetz.

User #5607 (nicht angemeldet)

Das können sie sowas von vergessen.

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