Bankiervereinigung äussert Vorbehalte zur Stablecoin-Regulierung

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Zürich,

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) begrüsst die geplante Änderung des Finanzinstitutsgesetzes (FINIG) in Bezug auf sogenannte Stablecoins «im Grundsatz». Der Verband äussert aber auch klare Vorbehalte bezüglich der Regulierung.

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) sieht den Bankenplatz Schweiz in einer guten Verfassung. Nach der CS-Notübernahme des vergangenen Jahres will der Branchenverband nun Lücken in der Bankenregulierung schliessen. (Archivbild)
Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) sieht den Bankenplatz Schweiz in einer guten Verfassung. Nach der CS-Notübernahme des vergangenen Jahres will der Branchenverband nun Lücken in der Bankenregulierung schliessen. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ

Mit der geplanten Anpassung des FINIG soll die Ausgabe bestimmter Stablecoins geregelt werden. Die SBVg unterstützt laut einer Mitteilung vom Mittwoch das Ziel, «die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz im Bereich der Stablecoins zu stärken». Gleichzeitig brauche es aber einen Rechtsrahmen, der die Währungssouveränität schütze, die Finanzstabilität garantiere und die Marktintegrität sowie den Kundenschutz nicht gefährde.

Stablecoins haben sich in den vergangenen Jahren von einem Nischenprodukt zu einem zentralen Element der globalen Kryptoökonomie entwickelt. Sie fungieren als Brückenwährung zwischen Blockchain-Devisen wie Bitcoin und sind meist 1:1 etwa an den US-Dollar oder den Schweizer Franken gekoppelt.

Die Unterstützung für die FINIG-Änderung knüpft die SBVg aber an «entscheidende Vorbehalte». Denn die Vorlage sehe bislang vor, dass die Ausgabe von Stablecoins nur unter einer Lizenz für Zahlungsmittelinstitute zulässig sein soll.

Gemäss der SBVg gebe es aber keinen Grund, Stablecoins nicht auch direkt unter einer Banklizenz emittieren zu dürfen. So wie es etwa die europäische «Markets in Crypto-Assets Regulation» (MiCAR) vorsehe, die keine Einschränkungen für Banken beinhalte.

Daher würde eine «solche Schweizer Sonderlösung» den Finanzstandort «unnötig schwächen». Dies würde Banken in der Schweiz schlechter stellen und deren Wettbewerbsfähigkeit gefährden, heisst es dazu.

Und auch eine «Regulierungsfolgenabschätzung» sei zwingend notwendig. Konkret müsse die Wertstabilität von Stablecoins sichergestellt sowie die Wahrung der Finanzstabilität und das Risiko der Disintermediation adressiert werden. Letzteres berge die Gefahr die Kreditfinanzierung für die Gesamtwirtschaft zu verteuern, so die SBVg.

Kommentare

Weiterlesen

von Allmen Olympia 2026
143 Interaktionen
Gold-Regen
olympia 2026
143 Interaktionen
Piste wurde weicher

MEHR AUS STADT ZüRICH

1 Interaktionen
Zürich
1 Interaktionen
Zürich
2 Interaktionen
Zürich
8 Interaktionen
13'000 Personen mehr