Kanton Zürich hat geringsten Zuwachs seit 20 Jahren
Im Jahr 2025 ist die Bevölkerung im Kanton Zürich um knapp 13'000 Personen gewachsen. Der Zuwachs ist geringer als im Vorjahr und der niedrigste der vergangenen 20 Jahre. Am wenigsten stark wuchs die Region Winterthur.

Im vergangenen Jahr gab es einen Zuwachs um 0,8 Prozent, etwas weniger als noch 2024, wie das statistische Amt des Kantons Zürich am Mittwoch mitteilte. Ende 2025 wohnten 1,63 Millionen Menschen im Kanton Zürich.
Den grössten Anteil des Bevölkerungswachstums macht nach wie vor die Zuwanderung aus dem Ausland aus. Über 80 Prozent der Zunahme seien darauf zurückzuführen, heisst es. Abzüglich der Wegwanderungen seien im Vergleich zum Jahr 2024 jedoch etwas weniger Menschen zugewandert.
Damit befinde sich der Wanderungssaldo mit dem Ausland auf ähnlichem Niveau wie vor dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine. Hingegen sei der Wanderungssaldo mit den übrigen Kantonen leicht negativ und habe sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren kaum verändert.
Weiterhin positiv ist laut Statistik die Zahl der Geburten abzüglich der Todesfälle. Jedoch machen diese weniger als 20 Prozent des Bevölkerungswachstums aus. Nach ersten Schätzungen sei die Zahl der Geburten im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen und die Zahl der Todesfälle leicht gesunken.
Am liebsten lassen sich die Menschen in urbanen Räumen nieder, wie die Statistik zeige. Über zwei Drittel des Bevölkerungswachstums entfalle auf Städte. Am meisten Zuwachs erhielt die Stadt Zürich mit 4'008 Personen. Gefolgt von Dübendorf mit 673 und Uster mit 484 mehr Menschen.
Einzig die Stadt Winterthur folge diesem Trend nicht: Sie erhielt im letzten Jahr einen Zuwachs von 355 Personen – das geringste Bevölkerungswachstum seit der Jahrtausendwende.
Nicht nur die Stadt, auch die Region Winterthur wachse weniger im Vergleich zu anderen Regionen des Kantons Zürich. Im Weinland und im Furttal wurde ein grösseres Bevölkerungswachstum verzeichnet. Über dem Kantonsdurchschnitt liegen 2025 die Wachstumsraten der Stadt Zürich und des Limmattals.
29 Prozent des Bevölkerungsanteils sind Ausländerinnen und Ausländer, schreibt der Kanton Zürich. Auch hier sei die Wachstumsrate von 1,5 Prozent eine der niedrigsten seit Inkrafttreten der vollen Personenfreizügigkeit mit der EU im Jahr 2007.
Über 80 Prozent der im Kanton Zürich ansässigen ausländischen Bevölkerung stammen aus Europa. Deutsche und italienische Staatsangehörige bilden mit 88'900 und 62'200 Personen mit Abstand die grössten Gruppen. Am stärksten gewachsen seien im Jahr 2025 die Bevölkerungsgruppen mit spanischer (1840) und ukrainischer (1022) Staatsangehörigkeit.
Weiterhin rückläufige Mitgliederzahlen verbuchen die Kirchen. Die beiden grossen christlichen Kirchen umfassen Ende 2025 zusammen etwa 680'000 Mitglieder. Im Vergleich zum Jahr 2024 verlor die evangelisch-reformierte Kirche rund 10'000 Personen und die römisch-katholischen Kirche 7200. Fast 60 Prozent der Zürcher Bevölkerung gehören keiner oder einer anderen Religionsgemeinschaft an.






