Ab Mittwoch können Lernende Erfahrung jenseits der Sprachgrenze sammeln. Es ist das erste Projekt für einen solchen Austausch innerhalb der Schweiz.
syndicom
Lehrlinge der ICT-Branche bei der Arbeit. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Movetia startet im Auftrag zweier Bundesämter ein Programm.
  • Mit diesem sollen Lernende Erfahrungen ennet der Sprachgrenze sammeln können.
  • Der Aufenthalt kann zwischen fünf Tagen und sechs Monaten variieren.

Jugendliche der beruflichen Grundbildung können ab Mittwoch Erfahrungen jenseits von Rösti- und Polentagraben sammeln. Umgesetzt wird das entsprechende Programm von der Agentur Movetia im Auftrag zweier Bundesämter.

Bisher gab es kein offizielles Programm, das Lernenden und Absolventinnen der beruflichen Grundbildung einen Austausch innerhalb der Schweizer Grenzen ermöglichte, wie Movetia am Dienstag mitteilte.

Auch Sprachkurs möglich

Das neue Programm für den nationalen Austausch in der Berufsbildung (NABB) soll das Potenzial der Mehrsprachigkeit der Schweiz nutzen und den Lernenden eine neue interkulturelle Berufserfahrung ermöglichen.

Lehrbetriebe, Berufsfachschulen oder Berufsverbände und weitere Akteure der Berufsbildung können ab Mittwoch bei Movetia Fördergelder beantragen. Teilnehmende Jugendliche arbeiten in einem Unternehmen ennet der Sprachgrenze und können optional auch einen Sprachkurs belegen. Der Austausch dauert zwischen fünf Tagen und sechs Monaten. Arbeiten die Programmteilnehmer länger als vier Wochen, erhalten sie einen Lohn.

Berufliche Qualifikationen sollen verbessert werden

Pro Jahr stehen für die NABB-Austauschprojekte bis 2024 gemäss den Unterlagen insgesamt mindestens 2,15 Millionen Franken aus der Kulturbotschaft 2021-2024 zur Verfügung. Bundesrat und Parlament unterstützen das Programm.

Das neue Angebot ist Teil der nationalen Strategie, wonach alle jungen Menschen im Laufe ihrer Ausbildung mindestens einmal an einer Austausch- und Mobilitätsaktivität teilnehmen sollen, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Das Programm soll die berufliche Qualifikation der Absolventinnen verbessern, die Berufsbildung attraktiver machen und den Zusammenhalt der Sprachgemeinschaften fördern.

Mehr zum Thema:

Parlament Bundesrat Franken