Armutsbekämpfung hat sich mit der Zeit gewandelt

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Bern,

In den 125 Jahren des Bestehens von Caritas hat sich die Armutsbekämpfung grundlegend gewandelt: von organisierter Nächstenliebe hin zum Einsatz für eine gerechte und solidarische Gesellschaft, wie Monika Maire-Hefti, Präsidentin von Caritas Schweiz, anlässlich des Jubiläums sagte.

Armut
In den 125 Jahren des Bestehens von Caritas hat sich die Armutsbekämpfung grundlegend gewandelt. (symbolbild) - keystone

Caritas entwickelte sich 1901 aus einem Zusammenschluss katholischer Hilfswerke und Vereine. «Mit den massiven sozialen Notlagen des Ersten Weltkriegs wurde sie zu der Organisation geformt, wie wir sie heute kennen», sagte Maire-Hefti auf Anfrage.

Caritas Schweiz engagierte sich zunächst vor allem in der Kinder- und Familienfürsorge im kirchlichen Umfeld. Schon früh übernahm die Organisation aber auch Verantwortung über die Landesgrenzen hinaus – «insbesondere mit der Unterstützung von Kriegsflüchtlingen und zivilen Opfern der Weltkriege sowie mit humanitärer Hilfe bei internationalen Katastrophen».

Während Caritas Schweiz zu Beginn vor allem akute Not gelindert habe, gehe das Hilfswerk die Armut heute ganzheitlicher an. «Denn Armut ist kein individuelles Versagen, sondern ein chronisches, gesellschaftlich verursachtes Problem. Armut ist auch kein Randphänomen, sondern eine Frage der sozialen Gerechtigkeit – und verlangt gemeinsames Handeln der ganzen Gesellschaft», so Maire-Hefti.

Deshalb verbinde Caritas Schweiz konkrete Hilfe mit politischem Engagement. Die Caritas steht an der Seite «armutsbetroffener Menschen», stärke deren Teilhabe und setze sich dafür ein, dass Existenzsicherung, Chancengerechtigkeit und Menschenwürde für alle gewährleistet seien. «Denn Armutsbekämpfung bedeutet nicht, Almosen zu verteilen, sondern Rechte und Chancengleichheit zu sichern.» Schliesslich messe sich die Stärke einer Gesellschaft daran, ob alle Menschen in Würde leben können.

Dass Hilfe für Arme nötig ist, zeigt auch der traurige Rekord von 2025: Die Caritas-Märkte haben im vergangenen Jahr so viele Waren verkauft wie noch nie. Dieser Rekord sei ein Zeichen dafür, dass sich die Lebensbedingungen von Armut betroffener Menschen weiter verschärften.

Kommentare

User #2480 (nicht angemeldet)

Und seit 125 Jahren hat sich in allen Ländern rein gar nichts geändert! Eher noch verschlimmert, aber dafür gibt es unzählige "Hilfsorganisationen", alle mit Millionenschweren Konten, die immer und überall um Hilfsgelder und Spenden betteln!

User #4170 (nicht angemeldet)

Ist man wirklich daran interessiert? Ohne weltweite Armut wären Caritas, FAO, SRK ihren Job los. Hehehe. LOL.

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