Arbeitnehmenden-Organisationen verlangen Lohngleichheit im Aargau
Der Dachverband der Aargauer Arbeitnehmenden-Organisationen ArbeitAargau reicht eine Initiative für Lohngleichheit ein und sammelt 3270 Unterschriften.

Der Dachverband der Aargauer Arbeitnehmenden-Organisationen ArbeitAargau hat am Mittwoch in Aarau die Initiative «Lohngleichheit im Kanton Aargau – jetzt!» eingereicht. Er fordert, dass es im Aargau schneller vorwärts geht mit der Lohngleichheit für die Frauen.
ArbeitAargau habe seit dem vergangenen Juni 3270 Unterschriften gesammelt, hiess es bei der Übergabe an die Staatskanzlei in Aarau. Mitgeholfen habe eine breite Allianz aus Parteien und Frauenorganisationen.
Frauen verdienen immer noch weniger
Andreas Ruf, Co-Geschäftsführer von ArbeitAargau sagte, das Unterschriftensammeln auf der Strasse sei einfach gegangen: «Man hat gespürt, dass es ein wichtiges Anliegen ist.» Wenn Frauen bessere Löhne erhielten, würden damit auch sozialpolitische Folgen wie Altersarmut bekämpft.
Laut einer von den Initianten zitierten Studie des Bundes verdienten Frauen immer noch 18 Prozent weniger als Männer, wovon die Hälfte nicht erklärbar sei.
Mehr Unternehmen zu Lohnanalysen verpflichtet
Um dies zu ändern, verlangt die Initiative zum Beispiel, dass mehr private und öffentlich-rechtliche Unternehmen zu Lohnanalysen verpflichtet werden.
Die Grenze sei dafür von 100 Angestellten auf 50 zu senken. Eine kantonale Fachstelle für Gleichstellung soll als «zentrale Kontroll- und Meldestelle für Verstösse gegen die Lohngleichheit» dienen.
Damit im Kanton Aarau eine Volksinitiative zustande kommt, müssen innerhalb eines Jahres 3000 Unterschriften von Stimmberechtigten gesammelt werden.