Alle vier «Toteninseln» von Arnold Böcklin 2027 in Basel vereint
Arnold Böcklins «Toteninsel» ist eine Ikone des Symbolismus und eines der berühmtesten Motive der Kunstgeschichte überhaupt. Es gibt heute vier Versionen davon, die ab September 2027 am Kunstmuseum von Böcklins Geburtsstadt Basel gemeinsam zu sehen sein werden.

Fabelwesen sowie unheimliche, fantastische Landschaften sind die Merkmale von Böcklins Schaffen. Am bekanntesten dürfte seine «Toteninsel» sein, mit der gespenstischen Figur, die auf einem Nachen auf eine düstere Insel zu treibt – im Zentrum der Insel Zypressen, die gesäumt werden von unbestimmten Ruinen.
1880 malte Arnold Böcklin (1827-1901) dieses Motiv. Es dürfte ihn und seine Bewunderer so angetan haben, dass er weitere vier «Toteninseln» nachfolgen liess. Böcklin-Fan Adolf Hitler kaufte 1936 eine Version für die Reichskanzlei (damals war der Künstler längst tot).
Eine Version hat den Zweiten Weltkrieg nicht überstanden, vier sind verblieben: die älteste in Basel, weitere in Berlin, Leipzig und New York. Anlässlich des 200. Geburtstages Böcklins im Jahr 2027 finden nun im Rahmen der Ausstellung «Böcklin. Jenseits des Mythos» erstmals überhaupt alle vier Versionen zueinander.
Die vom Kunstmuseum Basel initiierte Ausstellung wird in einer ersten Station in der kooperierenden Alten Nationalgalerie Berlin zu sehen sein und nach dem Aufenthalt in Basel ans Metropolitan Museum of Art in New York weiterreisen.
Es ist die erste und dürfte auch die letzte Zusammenkunft der vier «Toteninseln» sein, wie das Kunstmuseum am Dienstag mitteilte. Selbst Böcklin habe die Werke nie versammelt gesehen.
Die Ausstellung «Böcklin. Jenseits des Mythos» wird vom 4. September 2027 bis 23. Januar 2028 im Kunstmuseum Basel zu sehen sein.






