Ab kommender Woche impfen Hausärztinnen und Hausärzte in rund 170 Praxen im Aargau gegen Covid-19. Der Kanton will damit besonders gefährdete Personen erreichen, die sich bisher nicht in einem Impfzentrum angemeldet haben.
Coronavirus
Eine Fachperson verabreicht eine Impfung. (Symbolbild) - Keystone

In den nächsten zwei Monaten würden 50'000 Impfdosen in Arztpraxen zur Verfügung stehen, teilte das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Mittwoch mit. Damit könnten 25'000 Personen geimpft werden. Auch in den Praxen würden besonders gefährdete Personen prioritär behandelt.

Die Hausärzte impfen gemäss der Mitteilung nur ihre eigenen Patientinnen und Patienten. Wer keine Impfung von seinem Hausarzt bekomme, solle sich weiterhin auf der Website des Kantons für eine Impfung in einem der neun Impfzentren registrieren.

Weil tiefgefkühlte Impfstoffe auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen würden, habe der Kanton 19 Apotheken mit überwachten Tiefkühlern ausgestattet. Hausärzte können die Impfstoffe bei diesen Apotheken beziehen und auch untereinander verschieben. Impfungen in den Apotheken selbst sind aber noch nicht möglich.

Mit den Impfungen in den Arztpraxen steige die Kapazität im Aargau weiter an, und zwar auf über 40'000 Impfungen pro Woche, hiess es weiter. Innert kurzer Zeit könne der Kanton die Kapazität gar auf 50'000 Impfungen pro Woche steigern, etwa durch verlängerte Öffnungszeiten.

Letzte Woche wurden im Aargau jedoch nur knapp 30'000 Impfdosen verabreicht. Die zur Verfügung stehenden Mengen würden nicht ausreichen, um die Kapazität auszulasten, schrieb das DGS.

Ab kommender Woche werden im Aargau auch Personen geimpft, die in Gemeinschaftseinrichtungen leben oder arbeiten. Damit erhalten etwa Personen in Behindertenheimen oder Gefängnissen eine Impfung. Für den Rest der Bevölkerung würden Termine ebenfalls bereits im Mai vergeben, teilte das DGS weiter mit.

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