1,4 Prozent mehr Auslandschweizer – Frankreich bevorzugt

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Neuchâtel,

Die Schweizer zieht es ins Ausland: Der Anteil der Auslandschweizer stieg im letzten Jahr um 1,4 Prozent. Dabei ist vor allem Frankreich ein beliebtes Ziel.

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Auslandschweizer-Kinder auf Einladung der Stiftung für junge Auslandschweizer im Ständeratssaal. (Archivbild) - sda - Keystone/PETER SCHNEIDER

Das Wichtigste in Kürze

  • 2019 stieg der Anteil der Auslandschweizer um 1,4 Prozent.
  • Mehr als jeder zehnte Schweizer lebt im Ausland, vorzugsweise Frankreich.
  • Damit ist die Auslandschweizer-Gemeinde der viertgrösste Kanton.

Nicht alle wollen rein in die Schweiz, einige Einheimische wollen auch raus: Um 1,4 Prozent ist der Anteil der Auslandschweizer letztes Jahr gestiegen. Mittlerweile lebt mehr als jeder zehnte Schweizer im Ausland, vorzugsweise in Frankreich.

770'900 Schweizer und Schweizerinnen lebten 2019 ausserhalb der Landesgrenzen, davon knapp 200'000 als Teil der «Grande Nation». Danach kam lange nichts, gefolgt von Deutschland mit 92'200. Dann kommen die USA mit 81'100, Italien mit fast 50'000 und Kanada mit gut 40'000.

Ausland-Gemeine als viertgrösster Kanton

Im Moment ist die Auslandschweizer-Gemeinde gemessen an der Bevölkerungszahl der viertgrösste Kanton. Doch könnte dieser in absehbarer Zeit den dritten, die Waadt mit 800'000 Einwohnern, einholen.

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Ein Kongress der Auslandschweizer-Organisation am 17. August 2019. - Keystone

Von allen Kontinenten am stärksten gestiegen ist das Interesse von auswanderungswilligen Schweizern an Asien und Europa. Einzig nach Afrika wollten weniger: minus 0,5 Prozent. Mit 63 Prozent ist Europa der Kontinent der Wahl, gefolgt von Amerika mit 24 Prozent.

Die anderen Erdteile liegen deutlich unter 10 Prozent, wie die Auslandschweizer-Statistik des Bundesamts für Statistik (BFS) vom Dienstag zeigt. Von den einzelnen Ländern hat das Vereinigte Königreich seinen Bestand an Schweizern 2019 am stärksten erhöht, Italien am geringsten.

Hoher Anteil nicht aus dem Nichts

In Europa haben Auslandschweizerinnen mit 56 Prozent die Mehrheit gegenüber ihren ausgewanderten Landsleuten. In Osteuropa, den baltischen Ländern und im Balkan gibt es dagegen mehr Schweizer Migranten als Migrantinnen. Möglicherweise ein Resultat der Rückwanderung von Eingebürgerten.

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Das Auszählen von Wahlstimmen. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Der hohe Auslandschweizer-Anteil von über 10 Prozent ist keine plötzliche Erscheinung: Vor 20 Jahren lebten schon 9,1 Prozent der Schweizer in der Fremde. Vor 10 Jahren waren es 10,1 und letztes Jahr 10,7 Prozent.

Die relativ lange Tradition schlägt sich in der Altersstruktur nieder: Mit einer Zunahme von 3,3 Prozent stellen die Älteren das am stärksten wachsende Segment. Die Minderjährigen und die Personen im erwerbsfähigen Alter legten nur um 0,9 Prozent zu.

Senioren geniessen Ruhestand

Ein nicht unerheblicher Anteil der Auslands-Senioren verbringt den Ruhestand in wärmeren und preisgünstigeren Gefilden: In Spanien und Thailand machen die älteren Semester ein Drittel der ansässigen Schweizer aus. Die Jungen verzeichnen in Israel den mit Abstand höchsten Anteil: Fast die Hälfte der dortigen Schweizer sind 17 Jahre und jünger.

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