Am Dienstagmorgen, 20. August,wurden bei der Kontrolle eines Reisecars massive Verstösse des Chauffeurs im Bereich Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten (ARV1) festgestellt.
Schaffhauser Polizei
Ein Auto der Kantonspolizei Schaffhausen. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Reisecarchauffeur hatte in 28 Tagen nur zwei Ruhetage.
  • Der Mann begann massive Verstösse, laut ihm wegen seines Vorgesetzen.
  • Er wurde zur Anzeige gebracht.

Am Dienstagmorgen (20.08.2019) wurden bei der Kontrolle eines Reisecars massive Verstösse des Chauffeurs im Bereich Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten (ARV1) festgestellt. In der Kontrollperiode von 28 Tagen hat der Chauffeur an nur zwei Tagen eine verkürzte wöchentliche Ruhezeit von jeweils 24 Stunden eingelegt.

An allen anderen 26 Tagen war er als Fahrer tätig und in ganz Europa mit verschiedenen Reisegruppen unterwegs. In der längsten verzeichneten Zeitspanne lenkte der Chauffeur den Reisecar während fast 35 Stunden, wobei er neben ein paar wenigen kurzen Pausen nur einmal einen Halt von fünf Stunden einlegte.

Fremde Fahrerkarte verwendet

Um die massiven Verstösse bei den Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten zu vertuschen, benutzte der Chauffeur unter anderem eine Fahrerkarte eines anderen Chauffeurs, verwendete teilweise gar keine Fahrerkarte und fälschte Belege. Die fremde Fahrerkarte wurde zum Teil über einen Zeitraum von über vier Tage hinweg ununterbrochen eingesetzt.

Auf seine Verstösse angesprochen, gab der Chauffeur zu verstehen, dass er froh sei in eine Kontrolle geraten zu sein. Er werde von seinem Vorgesetzten zu diesen Fahrten getrieben.

Dadurch könne der Arbeitgeber zusätzliche Fahrer einsparen. Der fehlbare slowenische Chauffeur musste ein Bussendepositum von mehreren Tausend Franken hinterlegen und wurde zuhanden der Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen, Abteilung Verkehr, zur Anzeige gebracht.

Im Weiteren muss der Chauffeur eine verlängerte, wöchentliche Ruhezeit, einlegen. Die fremde Fahrerkarte wurde eingezogen.

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