LKA durchsucht wegen Chatgruppen-Inhalten Wohnungen von fünf hessischen Polizisten

AFP
AFP

Deutschland,

Nach Ermittlungen in Chatgruppen hat das hessische Landeskriminalamt (LKA) am Freitag die Wohnungen von insgesamt fünf Polizisten aus dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main durchsucht.

Polizeifahrzeug
Polizeifahrzeug - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Einem Beamten wird Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole vorgeworfen.

Einem der Beamten werde die Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen vorgeworfen, erklärten die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das LKA am Freitagabend in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die Ermittlungen machten ihn «sehr betroffen», erklärte Polizeipräsident Stefan Müller daraufhin in einer eigenen Mitteilung.

Drei der fünf betroffenen Polizisten wird nach Angaben der Ermittler Strafvereitelung im Amt, einem davon zusätzlich die Verletzung des Dienstgeheimnisses vorgeworfen. Ein fünfter Beamter soll ebenfalls das Dienstgeheimnis verletzt haben. Unter den Beschuldigten sind nach Angaben von Polizeipräsident Müller auch höherrangige Polizisten.

Es wiege «besonders schwer», dass «nach der derzeitigen Erkenntnislage» auch Vorgesetzte beteiligt seien, die «mutmasslich auch noch ihre Funktion missbraucht» hätten, um «Fehlverhalten zu vertuschen» oder zu «verschleiern», erklärte Müller. Die Erkenntnisse seien «ein Schlag ins Gesicht aller Polizistinnen und Polizisten, die täglich ihren Dienst vorbildlich und tadellos ausüben».

Staatsanwaltschaft und LKA teilten mit, die fünf Beamten seien vom Dienst suspendiert und «diverse Mobiltelefone» beschlagnahmt worden. Weitere Massnahmen würden «derzeit durch das Polizeipräsidium geprüft».

In der hessischen Polizei waren bei internen Ermittlungen ab 2018 verschiedene Chatgruppen entdeckt worden, über die Beamtinnen und Beamte sowie Menschen ausserhalb der Polizei rechtsextremistische Nachrichten teilten. Etliche Beamtinnen und Beamte waren danach suspendiert worden.

Ausgelöst worden waren die Ermittlungen durch rechtsradikale Drohschreiben an eine bekannte Anwältin und andere Personen des öffentlichen Lebens mit dem Kürzel «NSU 2.0».

Mehr zum Thema:

Weiterlesen

Schulhaus Obermeilen Meilen
214 Interaktionen
6 Tage nach Eröffnung
dfg
533 Interaktionen
Wegen Roter Karte

MEHR IN NEWS

lebenskosten
32 Interaktionen
Studie warnt
Selenskyj
4 Interaktionen
Kiew

MEHR AUS DEUTSCHLAND

6 Interaktionen
Düsseldorf
Friedrich Merz
13 Interaktionen
Berlin
Wilke Skandal Prozess
3 Interaktionen
Sieben Jahre danach
komet
Komet 3l/Atlas