Stadt Bern

    «Stadt-Land-Graben oder Stadt-Land-Brücken?»

    Leonhard Sitter
    Leonhard Sitter

    Bern,

    Stadt und Land brauchen einander – und es gibt mehr Brücken als Gräben. Eine Kolumne von Leonhard Sitter, Geschäftsführer KMU Stadt Bern.

    Leonhard Sitter Gastbeitrag Porträtfoto
    Leonhard Sitter ist Geschäftsführer des Gewerbeverbands KMU Stadt Bern. - zVg

    Ein Apell für die Besinnung auf Gemeinsamkeiten statt auf Unterschiede.

    «Der Begriff des Stadt-Land-Grabens suggeriert, dass sich im Kanton zwei Lebensentwürfe unversöhnlich gegenüberstehen. Die Realität ist anders – …», wie Raphael Wyss von Journal B seinen Artikel mit dem Titel «Das Märchen vom Stadt-Land-Graben» löblich beginnt.

    Wie beinahe jede Publikation, die sich mit dem Thema befasst, konzentriert sich der Autor in der Folge aber auf die Analyse der Differenzen statt der Gemeinsamkeiten der wohl etwas unterschiedlichen aber unzertrennlich voneinander abhängigen Lebensräume. Das schürt nur die Kluft.

    Glaubst du, dass der Stadt-Land-Graben überschätzt wird?

    Wer in der Stadt wohnt zieht es regelmässig auf’s Land, die Landbevölkerung liebt es die Stadt zu besuchen, wer in den Agglomerationen lebt, tut beides. Denn es gibt mehr Brücken als Gräben.

    Brücken zu nutzen und Gräben zu meiden, ist für das Gewerbe und die Wirtschaft selbstverständlich, leider offenbar nicht so für die Politik. Die Konzentration auf das Gemeinsame, das Verbindende und die Pflege desselben wären vorteilhafter für alle.

    Wochenmarkt Bundesplatz
    Wer in der Stadt wohnt, zieht es regelmässig aufs Land. - keystone

    Dann hätten womöglich Abstimmungen zur Sanierung von städtischen Kulturorten mit überregionaler Bedeutung oder verbesserte ÖV-Lösungen zur Verbindung von ländlichen Gemeinden mit der Stadt bessere Chancen.

    Vom rücksichtslosen und von Unverständnis für andere Kulturen geprägten Handeln, welches die weltpolitischen Mächte zunehmend an den Tag legen, sollten wir uns distanzieren und täten gut daran ein anderes, von gegenseitigem Respekt geleitetes, integrierendes, Brücken bauendes und auf den Vorteil aller ausgerichtetes Modell zu pflegen.

    Zum Autor

    Leonhard Sitter ist Geschäftsführer des Gewerbeverbands KMU Stadt Bern.

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    Kommentare

    User #4832 (nicht angemeldet)

    Stadt-Agglomeration-Land☝️……die Zeiten von nur Schwarz/weiss Zeiten haben sich verändert🙄

    User #5711 (nicht angemeldet)

    Die Berner bekommen genug Geld vom Finanzausgleich

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