Good News: US-Student löst über 50 Jahre alten Vergewaltigungsfall

    Raphael Wyder
    Raphael Wyder

    USA,

    Zusammen mit der Polizei des US-Bundesstaates Pennsylvania hat der College-Student Eric Schubert eine 58 Jahre alte Vergewaltigung und Ermordung aufgeklärt.

    Eric Schubert
    Der US-Student Eric Shubert an der Pressekonferenz. - Twitter / @ESGenealogy

    Das Wichtigste in Kürze

    • In den USA hat die Polizei einen 58 Jahre alten Vergewaltigungs- und Mordfall gelöst.
    • Der Täter konnte mit der Hilfe des 20-jährigen Eric Schubert identifiziert werden.
    • Schubert ist Geschichtsstudent und Experte für genetische Genealogie.

    Im US-Bundesstaat Pennsylvania hat die Polizei eine 58 Jahre alte Vergewaltigung und Ermordung aufgedeckt. Dies dank der Hilfe des 20-jährigen College-Studenten und Genealogie-Experten Eric Schubert.

    Vor einem Monat hatten die Behörden die Leiche des Täters ausgegraben. Dabei stellten sie fest, dass seine DNA mit der DNA auf dem Mantel des Opfers übereinstimmten.

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    Beim Opfer handelte es sich um die 9-jährige Marise Ann Chiverella, die am 18. März 1964 auf dem Weg zur Schule in Hazleton entführt wurde. Ihre Leiche wurde später am Nachmittag in einer Kohlengrube gefunden, nachdem sie vergewaltigt und erwürgt worden war.

    Geschichtsstudent löst Fall mithilfe von genetischer Genealogie

    In den vergangenen sechs Jahrzehnten haben sich mehr als 230 Beamte mit dem Fall Chiverella befasst. Der Name ihres nun identifizierten Mörders tauchte jedoch erst 2020 auf, als die DNA-Technologie eine entfernte familiäre Verbindung nachgewiesen hatte.

    Eric Schubert, der ein Experte für genetische Genealogie ist, bot seine Unterstützung an. Er hatte bereits anderen Polizeidienststellen mit der Kombination aus DNA-Tests und traditioneller Ahnenforschung weiterhelfen können.

    So arbeitete der Genealoge die letzten zwei Jahre an dem Fall. Er stellte einen umfangreichen Stammbaum zusammen und half der Polizei, die Liste der Verdächtigen einzugrenzen.

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    An der gestrigen Pressekonferenz sagte Schubert: «Die Nachforschungen, die in diese Arbeit eingeflossen sind, waren wahrscheinlich die schwierigste genealogische Aufgabe, der ich mich je gestellt habe. Das war wohl das Schwierigste, was ich je in meinem ganzen Leben getan habe.»

    Und es bedeute ihm viel, so der Student, dass er dabei mithelfen konnte, der Familie des Opfers Antworten zu liefern.

    Leitender Ermittler wird emotional

    Nicht nur Schubert, auch Mark Baron, der leitende Ermittler der Staatspolizei, wurde emotional, als er über den jahrzehntealten Fall sprach.

    «Was Marise widerfahren ist, hat diese Gemeinde verändert. Ob es einem gefällt oder nicht, die Art und Weise, wie man nach dem 18. März 1964 in Hazleton lebte, war anders.»

    Der Mörder wurde schliesslich als James Paul Forte identifiziert – ein Barkeeper mit einer Vorgeschichte an sexuellen Übergriffen. Forte starb 1980 im Alter von 38 Jahren eines natürlichen Todes.

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