Remake von Zelda entschärft den berüchtigten Wassertempel

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Japan,

    Das Remake von Zelda für Switch 2 vereinfacht den berüchtigten Wassertempel. Nintendo behebt damit eines der grössten Ärgernisse des N64-Klassikers.

    Zelda
    Das Remake von Zelda erreicht dieselbe Famitsu-Wertung wie die 3DS-Neuauflage aus dem Jahr 2011. - nintendo

    Das 1998 veröffentlichte «The Legend of Zelda: Ocarina of Time» gehört zu den bekanntesten Videospielen der Geschichte. Doch ein bestimmter Dungeon bereitete zahlreichen Spielern Schwierigkeiten: der berüchtigte Wassertempel.

    Mit dem Remake von Zelda für die Nintendo Switch 2 nimmt Nintendo nun gezielte Veränderungen an diesem Abschnitt vor. Besonders die umständliche Bedienung und die schwierige Orientierung innerhalb des Dungeons sollen verbessert werden.

    Wie die «GamePro» schreibt, bestätigten Produzent Eiji Aonuma und Entwickler HokWai Ng die Anpassungen in einem Entwicklerinterview. Die Neuauflage erscheint am 5. November 2026 exklusiv für die Nintendo Switch 2.

    Deshalb wurde der Wassertempel bei Zelda überarbeitet

    Der Wassertempel ist für seinen komplexen Aufbau und seine anspruchsvollen Rätsel bekannt. Um voranzukommen, müssen Spieler mehrfach den Wasserstand verändern und verschiedene Bereiche des Dungeons erreichen.

    Ein besonderes Problem war der ständige Wechsel zwischen den Eisenstiefeln und anderen Gegenständen. Dafür mussten Spieler regelmässig das Inventar öffnen, wodurch der Spielfluss unterbrochen wurde.

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    Zusätzlich erschwerte ein leicht zu übersehender kleiner Schlüssel die Orientierung. Wer ihn nicht entdeckte, konnte lange durch die verwinkelten Räume irren, ohne den richtigen Weg zu finden.

    Diese Änderungen bringt das Remake von Zelda

    Aonuma erklärte im Entwicklerinterview, dass ihn der Wassertempel seit seiner ursprünglichen Entwicklung beschäftigt habe. Deshalb habe er das Team ausdrücklich mit Anpassungen für die neue Version beauftragt.

    Wie die «GamePro» anhand des Nintendo-Interviews berichtet, wurde zunächst der Wechsel zwischen Gegenständen deutlich vereinfacht. Dadurch sollen Spieler ihre Ausrüstung wechseln können, ohne ständig umständlich durch das Menü navigieren zu müssen.

    Auch die Architektur des Dungeons wurde teilweise verändert. Einige massive Wände wurden durch Gitterstrukturen ersetzt, sodass Spieler dahinterliegende Räume erkennen und sich besser orientieren können.

    Unterwasserwelt, neue Steuerung und freie Kamera

    Aonuma erläuterte zudem seine ursprüngliche Idee hinter dem Dungeon. Er wollte ein Unterwassererlebnis schaffen, bei dem veränderte Geräusche und eine fremdartige Atmosphäre das Gefühl einer anderen Welt vermitteln.

    Die Überarbeitung des Wassertempels ist allerdings nur ein Teil der umfangreichen Modernisierung. Wie «Red Bull» berichtet, erhält Link erstmals eine frei steuerbare Sprungfunktion und eine Sprintmöglichkeit.

    Auch die Kamera lässt sich nun mit dem rechten Analogstick frei bewegen. Darüber hinaus wurden zahlreiche Umgebungen, Rätsel und Dungeons an die veränderte Steuerung angepasst.

    Zelda: Mehr Leben in Hyrule und erste Testwertung überzeugt

    Weitere Neuerungen betreffen die Spielwelt und ihre Bewohner. Hyrule-Stadt ist vollständig dreidimensional gestaltet, während zusätzliche Figuren und erweiterte Dialoge für mehr Leben sorgen.

    Mit Threads of Time kommt ausserdem eine neue Komfortfunktion hinzu. Sie dokumentiert den bisherigen Handlungsfortschritt und zeigt das nächste Ziel an, damit Spieler nach längeren Pausen leichter wieder einsteigen können.

    Zelda
    Das neue Abenteuer von Zelda überzeugt mit moderner Steuerung und flüssiger Kamera, zeigt jedoch auch kleinere Schwächen. - nintendo

    Auch die ersten Bewertungen des Remakes liegen inzwischen vor. Wie «Nintendo-Online» schreibt, hat das japanische Spielemagazin «Famitsu» der Neuauflage insgesamt 37 von 40 möglichen Punkten gegeben.

    Zelda: Remake erhält 37 von 40 Punkten

    Die vier Tester vergaben einzeln 9, 9, 9 und 10 Punkte. Besonders gelobt wurden die geschmeidige Kameraführung, die verbesserte Steuerung, der angenehmere Spielfluss und die Grafik.

    Allerdings verweist die Redaktion auch auf gewisse Schwächen. Im Vergleich zu modernen Spielen sei das Abenteuer schlicht, zudem fehlten stellenweise klare Hinweise zum weiteren Vorgehen.

    Auch die 2011 erschienene 3DS-Version von «Ocarina of Time» erhielt bei «Famitsu» 37 von 40 Punkten. Das ursprüngliche N64-Spiel erhielt 1998 als erstes Videospiel überhaupt die Höchstwertung von 40 Punkten.

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