Viele Senioren verstehen Gesundheits-Infos im Netz nicht richtig

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Olten,

Seniorinnen und Senioren in der Schweiz nutzen das Internet rege für Gesundheitstipps. Doch die grosse Mehrheit kann laut einer neuen Studie die gefundenen Informationen nicht richtig einschätzen.

Vielen Seniorinnen und Senioren fehlt es laut einer Studie an digitaler Gesundheitskompetenz. (Symbolbild)
Vielen Seniorinnen und Senioren fehlt es laut einer Studie an digitaler Gesundheitskompetenz. (Symbolbild) - KEYSTONE/DPA/SEBASTIAN GOLLNOW

Vier von fünf Personen im Alter von über 60 Jahren nutzen einer Befragung der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) zufolge das Internet, um das Verständnis über ihre Gesundheit zu verbessern, wie die Hochschule am Donnerstag mitteilte.

Während viele Befragte angäben, Informationen online leicht zu finden und zu verstehen, falle ihnen die kritische Bewertung schwer. Insbesondere die Einschätzung der Vertrauenswürdigkeit und die Relevanz für die eigene Situation bereiteten Mühe. Gemäss der Studie weisen 86 Prozent der Seniorinnen und Senioren eine eingeschränkte digitale Gesundheitskompetenz auf. Bei rund der Hälfte der Befragten sei die digitale Gesundheitskompetenz mangelhaft, bei einem weiteren Drittel problematisch. Besonders betroffen seien Menschen mit geringerer Bildung oder in einer schwierigen finanziellen Lage.

Die digitale Gesundheitskompetenz ist laut der FHNW umso geringer, je tiefer die formale Bildung, je angespannter die finanzielle Lage und je schlechter der von den Personen selbst eingeschätzte Gesundheitszustand ist.

Die Studie «Regional Health Promotion in an Age-Friendly Digital World in Switzerland» (ReDiH) lief von April 2023 bis März 2026 und wurde vom Schweizerischen Nationalfonds finanziert. Sie basierte auf einer Befragung von 1325 Personen über 60 Jahren sowie auf Workshops.

Das Forschungsteam leitet aus den Ergebnissen mehrere Empfehlungen ab. Es brauche niederschwellige Lernangebote wie «Digital Cafés» und eine stärkere Begleitung durch Fachpersonen. Zudem sollten Anbieter von Plattformen zu mehr Transparenz und verständlichen Inhalten verpflichtet werden. Wichtig sei auch, dass analoge Informationskanäle weiterhin bestehen blieben.

Mehr zum Thema:

Kommentare

ChanLee

95 % der angebotenen rezeptfreien mittel helfen nur dem verkäufer lasst es liegen

User #1024 (nicht angemeldet)

Früher gab es solche infos in diversen Frauenjournalen, wenn der Arzt damit konfrontiert wurde vom Patienten hat er abgewunken. Ist nichts neues.

Weiterlesen

Patrick Fischer Eishockey-Nati
1'506 Interaktionen
Betrugs-Skandal
x
149 Interaktionen
Wie Fischer

MEHR AUS OLTEN

Balsthal SO
Balsthal SO
Olten
117 Interaktionen
Gewollt!
Olten
Richard andreasen
221 Interaktionen
«Streng»