Stresshormon-Niveau steigt bei Schimpansen wie Menschen im Alter

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    USA,

    Bei Schimpansen steigt wie bei Menschen das Niveau an Stresshormonen wie Cortisol im Alter. Dies haben US-Forscher herausgefunden.

    Auch Affen-Senioren wie die Schimpansin Karla aus Santa Fe haben ein hohes Stresshormon-Level und deshalb Altersgebresten. Das heisst, menschliche Alterszipperlein wie Muskelschwund und Herz- Kreislaufschwächen sind nicht Zivilisationskrankheiten. (Archivbild)
    Auch Affen-Senioren wie die Schimpansin Karla aus Santa Fe haben ein hohes Stresshormon-Level und deshalb Altersgebresten. Das heisst, menschliche Alterszipperlein wie Muskelschwund und Herz- Kreislaufschwächen sind nicht Zivilisationskrankheiten. (Archivbild) - sda - Keystone/EPA/EDGAR DOMÕNGUEZ

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei Schimpansen steigt das Niveau an Stresshormonen wie Cortisol im Alter.
    • Hohe Stresshormon-Mengen sind mit schuld am immer schlechter werdenden Gesundheitszustand.
    • Affen haben damit mit den gleichen Altersproblemen zu kämpfen wie Menschen.

    Bei Schimpansen steigt wie bei Menschen das Niveau an Stresshormonen wie Cortisol im Alter. Demnach sind schädlich hohe Stresshormon-Mengen bei älteren Menschen keine Folge der verlängerten Lebensspanne oder Zivilisationseffekte, sondern ein Erbe gemeinsamer Ahnen.

    Ein Team um Melissa Emery-Thompson vom Department für Anthropologie der Universität New Mexico (USA) hat bei frei lebenden Schimpansen im Kibale Nationalpark in Uganda die Cortisol-Konzentrationen im Urin gemessen. Die Urinproben waren von 1997 bis 2017 gesammelt worden, umspannten also bis zu 20 Jahre Lebenszeit der Menschenaffen.

    schimpanse
    Die Schimpansenmutter Fifi und ihr rund ein Monate altes Baby. - Zoo Basel

    Genauso wie bei Menschen wurden die Cortisol-Mengen im Urin bei den Schimpansen mit dem Alter immer höher, und die tageszeitlichen Rhythmen flachten ab. Nach einem Anstieg kurz nach dem Aufwachen nahm die Cortisol-Menge immer weniger ab, umso älter die Tiere wurden. Auch dies ist für das Altern des Stresshormon-Haushalts bei Menschen typisch. Dies erklären die Wissenschafter im Fachjournal «Pnas».

    Diese hohen Stresshormon-Mengen sind mit schuld am immer schlechter werdenden Gesundheitszustand bei älteren Menschen. Wie dem Absterben von Nervenzellen, Muskelschwund, einem schwächer werdenden Immunsystem, einer Anfälligkeit für Herz-Kreislauf Krankheiten und Knochenschwund.

    grundrente
    Rentner (Symbolbild) - Keystone

    Bisher wurde angenommen, dass dies ein Nebeneffekt der im Vergleich zu den meisten anderen Säugetieren inklusive Schimpansen langen Lebensspanne ist, oder auf Veränderungen in den Lebensbedingungen zurückgeht, also eine Zivilisationskrankheit ist. Da aber auch bei lebenden Schimpansen der Stresshaushalt «altert», ist dies wohl auszuschliessen, meinen die Forscher.

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