Studie

    Risiko für Blutgerinnsel geht nach Absetzen der Pille rasch zurück

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Schweizer Forscher konnten herausfinden, dass sich das Risiko einer Thrombose nach Absetzung hormoneller Verhütungsmittel äusserst schnell wieder normalisiert.

    Das wegen der Einnahme einer Anti-Baby-Pille erhöhte Thrombosen-Risiko sinkt nach Absetzen des Verhütungsmittel schnell wieder. (Symboldbild)
    Das wegen der Einnahme einer Anti-Baby-Pille erhöhte Thrombosen-Risiko sinkt nach Absetzen des Verhütungsmittel schnell wieder. (Symboldbild) - sda - Keystone/GAETAN BALLY

    Ein wegen der Einnahme der Anti-Baby-Pille erhöhtes Thromboserisiko verschwindet innert zwei bis drei Wochen nach Absetzen der Pille weitgehend. Das zeigt eine neue Studie der Universität Genf und des Universitätsspitals Genf.

    Hohe Relevanz für grössere Operationen

    Diese Erkenntnis sei von grosser Bedeutung für Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel wie Anti-Baby-Pillen, Vaginalringe oder Hormonpflaster verwenden und sich einem grösseren chirurgischen Eingriff unterziehen müssen, wie die Universität Genf (Unige) und das Universitätsspital Genf (HUG) am Donnerstag mitteilten. Bei grösseren Operationen müsse besonders auf das Risiko von Blutgerinnseln geachtet werden.

    Die Studie, die in der Fachzeitschrift «Blood» veröffentlicht wurde, gibt den Forschern zufolge erste Hinweise darauf, wann die Pille vor medizinischen Eingriffen am besten abgesetzt werden sollte.

    Hormon-Verhütungsmittel massives Gesundheitsrisiko

    Generell erhöhen sogenannte kombinierte hormonelle Kontrazeptiva, also Verhütungsmittel, die sowohl Östrogene als auch Gestagene enthalten, das Thromboserisiko um das Drei- bis Fünffache, wie es in der Mitteilung hiess. In der Schweiz erleiden nach Einschätzung der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie eine bis zwei von 10'000 Frauen zwischen 15 und 34 Jahren eine Thrombose.

    Für die Studie entnahm das Forschungsteam 66 Frauen, die mit kombinierten hormonellen Kontrazeptiva verhüteten, zu sechs verschiedenen Zeitpunkten vor und nach dem Absetzen des Verhütungsmittels Blutproben. Diese Proben wurden dann mit dem Blut einer Kontrollgruppe von 28 Frauen verglichen, die keine kombinierten hormonellen Verhütungsmittel verwendet hatten.

    Thrombose-Gefahr nach Absetzung rasch normalisiert

    Gerinnungsmarker im Blut zeigten den Forschern an, wie hoch ihr Risiko für Thrombosen war. In den ersten zwei Wochen nach Absetzen des Verhütungsmittels waren demnach 80 Prozent der Gerinnungsmarker verschwunden, nach einem Monat 85 Prozent.

    Dies legt laut der Forscherinnen und Forschern nahe, dass die Wahrscheinlichkeit von Blutgerinnseln wegen Verhütungsmitteln wie der Pille innerhalb von zwei bis vier Wochen nach dem Absetzen auf nahezu normale Werte zurückkehrt.

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