Männer bevorzugen höhere Berufsbildung, Frauen den akademischen Weg

    Keystone-SDA
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    Neuchâtel,

    Ausländische Mitbürger wählen selten eine höhere Berufsbildung, Frauen bevorzugen akademische Abschlüsse. Das sagt die Bildungsstatistik 2019.

    lehrerin unterstufe
    Eine Erstklasslehrerin zeichnet während des Lockdowns eine Unterrichtseinheit für ihre zu Hause festsitzenden Schüler und Schülerinnen auf. Immer noch sind 95 Prozent der Lehrkräfte auf der untersten Schulstufe Frauen - fast wie zu Grossmutters Zeiten. - sda - Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Donnerstag erschien die Bildungsstatistik 2019.
    • Darin zeigt sich: Oftmals bewahrheitet sich das Klischee.
    • So sind zum Beispiel knapp 95 Prozent der Unterstufen-Lehrer weiblich.

    Das Bundesamt für Statistik gab am Donnerstag die Bildungsstatistik 2019 heraus, darin steht wenig Überraschendes. Gleich auf der Unterstufe wird etwa das Klischee bedient: Kleine Kinder sollten am besten aus der Obhut des Mamis als Erstes in diejenige einer Frau entlassen werden. Erst- und Zweitklässler werden in knapp 95 Prozent der Fälle von Lehrerinnen unterrichtet.

    In der obligatorischen Schule sind drei Viertel der Lehrkräfte weiblich. Auf Sekundarstufe II ist nur noch einen Anteil von 44 Prozent zu erreichen. Frauen erobern aber durchaus geistige Höhen: An den Hochschulen stellen sie über 45 Prozent des Lehrkörpers.

    Auf drei Professoren kommt eine Professorin

    Die Mehrheit haben sie aber in zudienenden Funktionen, nämlich in Direktion, Administration und beim technischen Dienst. Dort besetzen Frauen 58 bis 62 Prozent der Stellen. Auf drei Professoren kommt dagegen nur eine Professorin.

    akademischer weg
    Frauen wählen zunehmend den akademischen Weg. - Keystone

    Das könnte sich in Zukunft ändern, denn auf Sekundarstufe II machten 2019 mehr Frauen akademische Abschlüsse als Männer: Von den gymnasialen Maturitätszeugnissen fielen fast 60 Prozent auf Frauen, bei den Fachmaturitätszeugnissen fast 80 Prozent.

    Männer bevorzugten demgegenüber berufsbegleitende Abschlüsse: 57 Prozent der Eidgenössischen Berufsatteste wurden von Männern erworben. Auch Eidgenössische Fähigkeitszeugnisse und Berufmaturitätszeugnisse gingen häufiger an Männer als an Frauen.

    Auf allen Bildungsstufen ein Viertel Ausländer

    Insgesamt machten auf allen Bildungsstufen Schweizer drei Viertel aus – ungefähr wie in der Gesamtbevölkerung. Einzig bei der höheren Berufsbildung fielen die ausländischen Staatsangehörigen deutlich unter den demografischen Ausländerschnitt von einem Viertel: Ihr Anteil machte nur etwa 11 bis 12 Prozent aus.

    Auf den Hochschulen waren sie mit 37,4 Prozent verglichen mit ihrem Anteil in der Gesamtbevölkerung übervertreten. Dort belegten ausländische Staatsangehörige überdurchschnittlich oft exakte und Naturwissenschaften (41 Prozent) sowie Technische Wissenschaften (44 Prozent).

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