Juni-Hitzewelle war selbst im heutigen Klima seltenes Ereignis
Extreme Hitzewellen wie jene der vergangenen Tage sind trotz Klimawandel nach wie vor eine Seltenheit in der Schweiz. Das zeigt eine klimatologische Einordnung von Meteoschweiz.

An fast allen Stationen tritt eine Hitzewelle mit gleicher oder höherer Intensität zu dieser Jahreszeit seltener als einmal in 25 Jahren auf, wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) am Dienstag mitteilte.
Denn trotz des deutlichen Einflusses der Klimaerwärmung war auch eine hochdruckbestimmte Wetterlage über Europa für die Hitzewelle verantwortlich. Eine solche Kombination aus Wetterlage und bereits erwärmtem Klima stelle selbst heute noch ein seltenes Ereignis dar.
Gleichzeitig habe der Klimawandel die Hitzewelle deutlich wahrscheinlicher und intensiver gemacht. Meteoschweiz verweist dabei auf eine Analyse von «World Weather Attribution». Demnach wäre eine vergleichbare Hitzewelle vor 50 Jahren praktisch unmöglich gewesen. Dasselbe Wetterereignis wäre damals rund 3,5 Grad weniger heiss ausgefallen.
Die Hitzewelle verdeutlichte laut Meteoschweiz, «wie extrem eine Hitzewelle schon bei rund 1,4 Grad globaler Erwärmung ausfallen kann», heisst es weiter. Mit fortschreitendem Klimawandel werden in den Schweizer Klimaszenarien Hitzewellen wie jene von Ende Juni 2026 wahrscheinlicher und könnten künftig noch extremer ausfallen.






