Hochschule Luzern entwickelt App zur Erkennung von Hautkrankheiten
Die Hochschule Luzern (HSLU) hat eine auf künstlicher Intelligenz basierende App zur Früherkennung tropischer Hautkrankheiten in fünf Ländern südlich der Sahara entwickelt. Ziel ist es, die Diagnosen dieser Krankheiten in Regionen mit wenig Fachpersonal zu verbessern.

Die HSLU hat die App «SkincAIr» zusammen mit internationalen Partnern entwickelt, wie sie am Dienstag mitteilte. Die App analysiert Hautveränderungen auf Smartphone-Bildern und unterstützt Gesundheitsfachkräfte bei der Diagnose vernachlässigter tropischer Hautkrankheiten.
Laut der Mitteilung liegt der Schwerpunkt auf Bildmaterial von dunklen Hauttypen, die in bestehenden Datenbanken «stark unterrepräsentiert» sind. Bislang seien über 7000 Bilder erfasst worden.
Die App, die offline funktioniert und kostenlos ist, wird in Kenia, Senegal, Äthiopien, Nigeria und der Demokratischen Republik Kongo getestet. Ziel sei es, den grösste frei zugänglichen Datensatz zu diesen Krankheiten in Subsahara aufzubauen, wie es hiess.
Finanziert wird das Projekt vom EU-Programm Horizon Europe und koordiniert von einem internationalen Konsortium unter der Leitung der Technischen Universität Madrid.
Die Daten stünden Forschenden weltweit frei zur Verfügung, hiess es weiter. So sollen Hautkrankheiten früher erkannt, schneller behandelt und die Gesundheitsversorgung langfristig verbessert werden, wird ein Projektverantwortlicher in der Mitteilung zitiert.










