Grab der Könige in Jerusalem nach Tumulten wieder geschlossen

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    Israel,

    Das Grab der Könige in Jerusalem ist nur wenige Stunden nach seiner mit Spannung erwarteten Öffnung wegen Tumulten wieder geschlossen worden.

    An Israeli policeman prevents Ultra-Orthodox Jewish men from entering the Tombs of the Kings site in Jerusalem owned and administered by the French consulate because they did not pre-register
    An Israeli policeman prevents Ultra-Orthodox Jewish men from entering the Tombs of the Kings site in Jerusalem owned and administered by the French consulate because they did not pre-register - afp/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ultraorthodoxe Juden wollten sich gewaltsam Zutritt verschaffen.

    Weil ultraorthodoxe Juden versuchten, sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen, bleibt die historische Stätte nach Angaben des französischen Konsulats in Jerusalem vom Donnerstag bis auf Weiteres geschlossen. Das im Besitz Frankreichs befindliche Grab war erstmals seit neun Jahren wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

    Rund 15 Besucher betraten die Stätte nach vorheriger Online-Anmeldung am Donnerstag. Mehr als ein Dutzend ultraorthodoxer Juden versuchte, ohne Anmeldung in das Grab zu gelangen, um dort zu beten. Um den 2000 Jahre alten Bau zu schützen, durften sich jedoch höchstens 15 Besucher gleichzeitig dort aufhalten. Den Gläubigen wurde der Zutritt deshalb verwehrt.

    Sie drängten daraufhin gegen das Tor und versuchten, ins Innere zu gelangen. Nach Angaben des Konsulats griffen sie dabei auch dessen Mitarbeiter an. Die 15 Besucher mussten das Grab unter Polizeischutz durch einen zweiten Ausgang verlassen. Bis das «notwendige Klima» für den Besuch kleiner Gruppen wiederhergestellt sei, bleibe der Ort geschlossen, teilte das Konsulat mit.

    Das Grab der Könige war seit 2010 wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen. Der Zugang zu der Stätte ist aus politischen und religiösen Gründen seit Langem ein heikles Thema. Ultraorthodoxe Juden verehren den Ort als Grabstätte ihrer Vorfahren und fordern ein Recht, dort zu beten.

    Überdies liegt die Stätte im von Israel besetzten Ostteil Jerusalems. Israel beansprucht ganz Jerusalem als seine Hauptstadt, die Palästinenser sehen den Ostteil der Stadt als Hauptstadt eines zukünftigen Palästinenserstaates.

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