Forscher lösen das Rätsel um Bachforellen

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Ein Forellensterben im Alpenraum sorgte für Rätselraten. Nun haben Forscher die Ursache geklärt: ein bislang unbekanntes Virus. Wo kommt der Erreger her?

    Eine rund zweijährige Bachforelle wird am Samstag, 25. April 2009, nach dem Abfischen im Schwellenenbach in Grüsch im Prättigau in einen Wassereimer gegeben.
    Bachforellen müssen nicht mehr massig sterben. Forscher entdecken einen Virus, der sie betrifft. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Geheimnis um das Forellensterben in den alpinen Gewässern ist gelüftet.
    • Forscher der TU München entdecken einen neuen Virus, der auch bei Lachsen zu sehen ist.

    Münchner Forscher haben das Rätsel um ein massenhaftes Sterben von Bachforellen in alpinen Gewässern der Schweiz, Süddeutschlands und Österreichs gelöst. Die Wissenschaftler entdeckten ein bisher unbekanntes Virus, wie die Technische Universität München (TUM) heute Mittwoch mitteilte.

    Die Studie war bereits im Fachblatt «PLOS One» veröffentlicht worden. Bei der Krankheit färbt sich binnen weniger Tage die Haut der Tiere dunkel und sie gehen zugrunde. Betroffen waren stets dieselben Abschnitte in Flüssen und Bächen – und immer nur Bachforellen.

    Jahrelange Suche

    Die Münchner Forscher hatten jahrelang nach der Ursache gesucht. «Es waren zehn Jahre Detektivarbeit», sagt der Zoologe und Leiter des interdisziplinären Forscherteam, Ralph Kühn. Die Forscher legten zwei Versuchsstationen mit Aquarien an der Iller im Allgäu an und konnten schliesslich mit modernsten genetischen Methoden das Virus identifizieren und sein Genom entschlüsseln.

    Jetzt gehe es darum herauszufinden, woher der Krankheitserreger kam. Die Wissenschaftler vermuten, dass der globale Handel zur Verbreitung beigetragen haben könnte. «Jetzt können wir in den nächsten Schritt der Forschung einsteigen: Woher kommt das Pathogen und warum haben wir es in bestimmten Flüssen im alpinen Bereich?»

    In Norwegen, Kanada und Südamerika seien vor kurzem und fast zeitgleich ähnliche Viren entdeckt worden – bei Lachsen als verwandter Gruppe. Lachse würden als Speisefisch weltweit transportiert.

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