Forscher entdecken grossen Gesteinsplanet in kosmischer Nähe

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    Argentinien,

    Ein internationales Forschungsteam mit Genfer Beteiligung hat einen Exoplaneten entdeckt, der rund dreimal so gross wie die Erde ist.

    Riesenplanet
    Ein Observatorium in der Aussenansicht. (Symbolbild) - Pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Forschende der Universität Genf haben einen Exoplaneten entdeckt.
    • Er ist der drittnächste Planet zu unserem Sonnensystem.

    Ein internationales Forschungsteam mit Genfer Beteiligung hat einen Exoplaneten entdeckt, der rund dreimal so gross wie die Erde ist. Forschende der Universität Genf haben gemeinsam mit internationalen Kollegen einen Exoplaneten in unserer kosmischen Nachbarschaft entdeckt. Er ist der drittnächste Planet zu unserem Sonnensystem.

    Der Planet hat rund dreimal die Masse der Erde und umkreist in acht Lichtjahren Distanz zu unserem Sonnensystem einen Stern namens Gl411. Davon berichten die Wissenschaftler im Fachblatt «Astronomy and Astrophysics».

    «Der Planet, den wir entdeckt haben, Gl411b, ist der bisher drittnächste bekannte Exoplanet zu unserem Sonnensystem», sagte Studienautor Rodrigo Diaz von der Universität von Buenos Aires gemäss einer Mitteilung der Uni Genf vom Mittwoch.

    Seine Nähe und Helligkeit machten ihn zu einem idealen Untersuchungsobjekt für künftige Riesenteleskope wie das europäische Extremely Large Telescope (ELT), um seine Atmosphäre zu untersuchen.

    Der neue Exoplanet wurde im Zuge eines Projekts entdeckt, dass nach Planeten bei sogenannten Roten Zwergen sucht. Die Masse dieses kleinen, aber sehr häufigen Sternentyps liegt unter der halben Masse der Sonne.

    Die Entdeckung gelang mithilfe eines Messinstruments, das teils an der Uni Genf mitentwickelt wurde: dem Sophie-Spektrograf. Dieses Instruments, das vor nunmehr zwölf Jahren in Betrieb ging, ist auf dem 193 Zentimeter Teleskop des Observatoire de Haute Provence installiert - dem gleichen Teleskop, mit dem Michel Mayor 1995 den ersten Planeten ausserhalb des Sonnensystems entdeckte.

    Indem die Forschenden mit «Sophie» sehr genaue Messungen der Geschwindigkeit des Stern Gl411 zu 155 verschiedenen Zeitpunkten während mehrerer Jahre anstellten, konnten sie die Anwesenheit eines Planeten nachweisen und auf seine Eigenschaften schliessen.

    Die wahrscheinlichste Umlaufzeit von Gl411b um seinen Zentralstern beträgt 13 Tage. Er befindet sich demnach noch deutlich näher an seinem Stern als der sonnennächste Planet Merkur zur Sonne.

    Obwohl Gl411 deutlich kühler ist als unsere Sonne, ist Leben auf dem ihn umkreisenden Exoplaneten wohl nicht möglich. Den Planeten trifft rund 3,5 mal mehr Energie von seinem Stern als die Erde von der Sonne erhält. Die Verhältnisse auf Gl411b dürften somit mehr der Venus ähneln als der Erde.

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