ETH-Forschungsteam entwickelt neue Art von Pixel
Forschende der ETH Zürich haben eine neue Art von Pixel entwickelt. Diese können gleichzeitig Bilder erzeugen und analysieren, wie die ETH Zürich am Donnerstag mitteilte. Damit könnten Geräte entstehen, die Kamera und Display zugleich sind.

Die Forschungsergebnisse erschienen im Fachjournal «Nature». Bislang konnten Pixel Licht entweder nur steuern, wie in Bildschirmen, oder es analysieren, wie in Kamerasensoren. Die Neuentwicklung eines Teams um Professor David Norris vereint nun erstmals beide Funktionen in einem Bauteil.
Die Technologie basiert auf dem physikalischen Effekt der Interferenz von Lichtwellen. Eine auf Nanometer genau bearbeitete Oberfläche steuert dabei das Licht. Die Forschenden nutzen die mathematische Fourier-Analyse, um zu berechnen, welches Oberflächenmuster für ein bestimmtes Bild nötig ist.
Die Pixel können nicht nur die Helligkeit, sondern auch die Schwingungsphase und die Polarisierung des Lichts kontrollieren und analysieren. Für die Forschung wurde ein Patentantrag eingereicht.
Solche bidirektionalen Pixel könnten laut den Forschenden in Zukunft Kamera-Displays ermöglichen, die beide Funktionen in einem Gerät vereinen. Denkbar wären auch Pixel, die ohne Umweg über einen Computer auf ein Bild reagieren und entsprechende Lichtmuster aussenden.










