ETH-Doktorand entwickelt Schnelltest für Denguefieber
Ein ETH-Forscher entwickelt einen günstigen Schnelltest für das Denguefieber. Die Technologie soll vor allem in Ländern mit niedrigem Einkommen die teure PCR-Diagnostik ersetzen.

Ein erster Prototyp des Geräts soll in diesem Jahr fertiggestellt werden, teilte die ETH Zürich am Freitag mit. Die gängigen Diagnosemethoden für Infektionen wie das Denguefieber basierten auf dem PCR-Verfahren, das eine teure Apparatur voraussetze. Viele Infektionen blieben daher unentdeckt, besonders in Ländern mit niedrigem Einkommen.
Die Tropenkrankheit ist laut der Hochschule kompliziert. Die meisten infizierten Menschen entwickeln keine oder nur unspezifische Symptome. In selteneren Fällen kann die Krankheit aber auch tödlich verlaufen. «Darum ist es wichtig, dass man infizierte Personen erkennt und ärztlich beobachtet», wird der Forscher Andrés Javier Bello-Hernández zitiert. «Wenn man jemanden richtig behandelt, lassen sich solch schwere Fälle vermeiden.» Hochsensitive und spezifische Schnelltests könnten den Nachweis von Infektionen erleichtern und so die Sterblichkeit verringern.
Das Denguefieber hat sich in den letzten Jahren weltweit stark ausgebreitet. Immer mehr Regionen sind davon betroffen und die Zahl der Fälle ist in den vergangenen Jahren weltweit stark gestiegen. Auch in Europa ist es zu ersten Übertragungen gekommen.
Für die Schweiz ist bisher keine lokale Übertragung des Dengue-Virus bekannt. Allerdings wurde das Virus in ersten Stechmücken nachgewiesen. So gab am Dienstag das kantonale Laboratorium Basel-Stadt bekannt, das Dengue-Virus bei einer Tigermücke nachgewiesen zu haben. Dies stellte den ersten Nachweis des Virus in Stechmücken nördlich der Alpen dar.






