Basler Forschende entdecken neue Bakterienart

    Keystone-SDA
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    Basel,

    Forschende entdecken bei Patienten mit Lungenerkrankungen eine neue Bakterienart, die es nur in Basel gibt.

    Eine Graphik zeigt Bakterien.
    Forschende entdecken eine neue Bakterienart, die nur in Basel zu finden ist. (Symbolbild) - Pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Forschende des Universitätsspitals Basel haben eine neue Bakterienart entdeckt.
    • Das Mycrobacterium basiliense betrifft die Lunge und ist nur in Basel verbreitet.

    Forschende des Universitätsspitals Basel haben bei Patientinnen und Patienten mit Lungenerkrankungen ein neues Bakterium identifiziert. Da alle Betroffenen aus der Region Basel stammten, trägt die neue Art nun die Stadt im Namen: Mycobacterium basiliense.

    Im Verlauf der vergangenen fünf Jahre hat ein Forschungsteam um Adrian Egli vom Universitätsspital Basel die neue Bakterienart in den Atemwegen von fünf Patientinnen und Patienten entdeckt und eingehend studiert, wie das Spital heute Dienstag mitteilte. Die meisten von ihnen hatten bereits eine vorbestehende Lungenerkrankung; das Mycobacterium basiliense löste bei ihnen einen zusätzlichen Infekt aus.

    Die detaillierte Analyse des Bakteriums ergab, dass es in seinem Erbgut mehrere Gene für Toxine trägt – ein weiterer Hinweis, dass es Menschen infizieren kann, wie das Spital schrieb. Glücklicherweise liessen sich die Infekte der Betroffenen jedoch mit Antibiotika unter Kontrolle bringen. Offenbar hat die neue Art noch keine Antibiotikaresistenzen entwickelt.

    Aus dem Fachartikel zum Mycrobacterium basiliense.
    Die Ausbreitung des Mycrobacterium basiliense (rot) im Zeitverlauf. - frontiersin.org

    Die meisten der über 150 verschiedenen Arten aus der Gruppe der Mycobakterien sind für den Menschen harmlos. Die bekanntesten Ausnahmen sind der Tuberkulose-Erreger Mycobacterium tuberculosis und der Lepra-Erreger Mycobacterium leprae.

    Das neu im Fachblatt «Frontiers in Microbiology» vorgestellte Bakterium scheint der Erbgutanalyse zufolge jedoch am nächsten verwandt mit Mycobacterium marinum und Mycobacterium ulcerans, die beim Menschen Infektionen der Haut und der Weichteile auslösen. Der neue Keim wurde bisher jedoch nur in den Atemwegen gefunden.

    Neben dem Unispital Basel waren auch Mediziner und Forschende des Kantonsspitals Baselland, des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts, der Universitäten Zürich und Bern sowie des Universitätsspitals Lausanne an der Entdeckung und Analyse von Mycobacterium basiliense beteiligt.

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