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    Zypern: Neun Verdächtige nach Schiffsunglück vor Gericht

    Keystone-SDA
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    Nach dem schweren Schiffsunglück mit mindestens acht Toten vor der Küste Zyperns sind der festgenommene Kapitän, sieben Besatzungsmitglieder und der Unternehmensdirektor vor das Amtsgericht Kyrenia gestellt worden.

    dpatopbilder - Schiffe fahren in der Nähe des Hafens von Kyrenia vorbei, während im türkisch besetzten Norden Zyperns ein Krankenwagen am Ufer geparkt ist, nachdem vor der Nordküste...
    dpatopbilder - Schiffe fahren in der Nähe des Hafens von Kyrenia vorbei, während im türkisch besetzten Norden Zyperns ein Krankenwagen am Ufer geparkt ist, nachdem vor der Nordküste... - Keystone/AP/Nedim Enginsoy

    Wie der nordzyprische Sender BRT berichtet, wird gegen die Verdächtigen der Vorwurf der «Tötung durch Fahrlässigkeit und Unachtsamkeit» erhoben. Nach Angaben der Richterin Hazal Hacimulla sollen insgesamt 16 Menschen vor Gericht vorgeladen werden und aussagen.

    Der Katamaran hatte sich am Sonntag auf dem Weg von der nordzyprischen Hafenstadt Kyrenia (türkisch: Girne) ins südtürkische Mersin befunden. An Bord waren 267 Menschen, darunter 259 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder. Kurz nach dem Auslaufen drang Wasser in das Schiff ein, das anschliessend kenterte. Bei der Rettungsaktion spielten sich dramatische Szenen ab.

    Suchaktionen dauern an

    Der stellvertretende Polizeikommissar Mehmet Mannas erklärte laut der Tageszeitung «Zypernpost», dass das Passagierschiff der Reederei Filo Denizcilik einen Bruch an der vorderen linken Seite erlitten habe und durch das Eindringen des Wassers gekentert sei. Bei den Such- und Rettungsmassnahmen wurden demnach bislang 239 lebend gerettet. Acht Menschen hätten ihr Leben verloren, nach den verbleibenden Personen werde weiterhin gesucht.

    Schiff verfügte über gültige Zulassung

    Mannas erklärte, dass das Schiff über eine Zulassung von dem internationalen Unternehmen Türk Loydu mit Sitz in der Türkei aus dem Juni 2026 sowie über Genehmigungen der Hafenbehörde verfügt habe. Vor dem Auslaufen seien auch Informationen des Wetterdienstes eingeholt und für geeignet befunden worden.

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