Juan Carlos

    Zeitung: Spaniens Ex-König Juan Carlos soll sich in Abu Dhabi aufhalten

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    Spanien,

    Der unter Korruptionsverdacht stehende frühere spanische König Juan Carlos soll sich laut einem Medienbericht in Abu Dhabi aufhalten.

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    König Felipe (l.) und sein Vater Juan Carlos I.. - POOL/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Luxushotel dementiert: «Wir haben keinen VIP-Gast».

    Wie die spanische Zeitung ABC am Freitag berichtete, verliess der 82-Jährige sein Heimatland am Montag in einem Privatflugzeug und landete sieben Stunden später in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Vom Flughafen aus sei er in einem Hubschrauber in ein Luxushotel gebracht worden, das er wegen der Hitze seitdem nicht verlassen habe.

    Auf dem Flugplan des Privatjets wurde laut dem ABC-Bericht die Strecke Paris - Abu Dhabi angegeben. Tatsächlich sei die Maschine am Sonntag in Paris gestartet und habe dann den Ex-Monarchen am Montagmorgen im spanischen Vigo abgeholt.

    Zuvor hatten mehrere grosse spanische Zeitungen berichtet, Juan Carlos halte sich in der Dominikanischen Republik auf - oder in Portugal. In anderen Medienberichten hiess es, er könnte sich in Frankreich oder Italien aufhalten, wo er Verwandte habe. Der Palast äusserte sich nicht zu den Spekulationen.

    In den Emiraten werde die Sicherheit von Juan Carlos von «seinem Freund», dem Kronprinzen Scheich Mohammed bin Mohammed bin Sajed al-Nahjan garantiert, hiess es nun in dem ABC-Bericht. Ein Manager des Luxushotels «Emirates Palace» bestritt jedoch auf Anfrage von AFP, dass sich der Ex-Monarch dort befinde: «Wir haben keinen VIP-Gast,» erklärte er.

    Nach zahlreichen Skandalen hatte Juan Carlos seinen Sohn, König Felipe VI., in einem Brief über seine Absicht informiert, Spanien zu verlassen, wie das Königshaus am Montag mitteilte. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof des Landes im Juni ein Ermittlungsverfahren zur Verwicklung des 82-Jährigen in eine mutmassliche Korruptionsaffäre eingeleitet.

    In dem Fall geht es um mögliche Schmiergeldzahlungen bei der Auftragsvergabe für den Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke zwischen Mekka und Medina in Saudi-Arabien an ein spanisches Konsortium. Auch in der Schweiz laufen Ermittlungen dazu.

    In dem Brief an seinen Sohn hatte Juan Carlos erklärt, er gehe ins Exil, um Felipe nicht mit den «öffentlichen Konsequenzen bestimmter Geschehnisse der Vergangenheit» zu belasten. Sein Anwalt versicherte, der Ex-Monarch werde den Ermittlern weiter zur Verfügung stehen.

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