ZDF schaltet neues Online-Kulturangebot frei

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    Deutschland,

    Das ZDF will mit einem neuen digitalen Angebot die Vermittlung von Kunst und Kultur stärken. Dazu hat sich der Sender mit zahlreichen Kultureinrichtungen vernetzt. Auch ein virtueller Museumsbesuch ist nun möglich.

    Das ZDF bietet auf seiner Webseite in einer «Digitalen Kunsthalle» einen virtuellen Rundgang, bei dem Gemälde oder Skulpturen angeschaut und Informationen dazu abgerufen werden können. Foto: Jens Kalaene
    Das ZDF bietet auf seiner Webseite in einer «Digitalen Kunsthalle» einen virtuellen Rundgang, bei dem Gemälde oder Skulpturen angeschaut und Informationen dazu abgerufen werden können. Foto: Jens Kalaene - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Vom virtuellen Museumsrundgang bis hin zu Tipps für Bücher oder Videospiele: Das ZDF hat auf seiner Mediathek ein neues Kulturangebot eingerichtet.

    Neben TV-Sendungen, die dort noch einmal angesehen werden können, bietet der Sender auch eigene Internetformate zu verschiedenen Kulturthemen an.

    «Kultur dergestalt auf Augenhöhe zu erzählen, setzt einen breiten Kulturbegriff voraus», sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut.

    Nach eigenen Angaben arbeitet der Sender für das mit 35 kulturellen Institutionen in Deutschland zusammen, darunter das Deutsche Literaturarchiv Marbach, das Städel Museum Frankfurt und die Berliner Staatsoper Unter den Linden. Geplant ist, künftig noch weitere Partner einzubinden.

    In einer «Digitalen Kunsthalle» wird ein virtueller Rundgang angeboten, bei dem Gemälde oder Skulpturen angeschaut und Informationen dazu abgerufen werden können. «In der «Digitalen Kunsthalle" sind weit verstreut ausgestellte Werke in Zukunft nur noch wenige Klicks voneinander entfernt», hiess es vom ZDF. «Kunst aus Museen und privaten Sammlungen wird so für alle zugänglich.»

    Zum Auftakt des neuen Kulturangebots am Mittwoch wurden unter anderem Werke der Maler Lucas Cranach der Ältere und Lucas Cranach der Jüngere gezeigt, die nach Angaben des ZDF derzeit in den Depots der Klassik Stiftung Weimar lagern.

    Auch Interviews mit Schauspielern und Hintergründiges zu berühmten Kunstwerken sind über die neue Rubrikenseite ZDFkultur in der Mediathek abrufbar. So gibt es etwa eine Interviewreihe, in der unter anderem Katja Riemann, Marie Bäumer oder Nora Tschirner über ihre Erfahrungen am Filmset sprechen.

    «Mit dem Bereich »ZDFkultur" in unserer Mediathek übersetzen wir den Bildungs- und Kulturauftrag in die digitale Welt», sagte ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Mittwoch). Es gehöre zum Auftrag als nationaler Sender, «die gemeinschafts- und sinnstiftenden Aspekte von Kultur zeitgemäss zu vermitteln».

    Unter dem Namen ZDFkultur hatte der Sender einige Jahre lang einen Digitalkanal gesendet, der aber 2016 aus finanziellen Gründen eingestellt wurde. Zugleich startete damals das neue multimediale Angebot «funk» für Jugendliche.

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