WFP: Millionen Tonnen Getreide in Ukraine blockiert

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    Deutschland,

    Knapp 4,5 Millionen Tonnen Getreide sind in ukrainischen Häfen blockiert. Das Welternährungsprogramm warnt vor Hungersnöten in Nordafrika.

    Getreide
    Auf einem Feld wird mit einem Mähdrescher Roggen gedroschen. Weil Russland Seewege der Ukraine blockiert, konnten wichtige Getreidelieferungen nicht das Land verlassen. - Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Tonnen dringend benötigter Lebensmittel in der Ukraine können nicht genutzt werden.
    • Das Welternährungsprogramm warnt, das Getreide stecke in Häfen fest.

    Der Krieg in der Ukraine hat auch Auswirkung auf die weltweite Versorgung mit Getreide. Laut dem Welternährungsprogramm, liegen mehrere Millionen Tonnen in Häfen und auf Schiffen, die aber nicht das Land verlassen können.

    «Derzeit sitzen knapp 4,5 Millionen Tonnen Getreide in ukrainischen Häfen und auf Schiffen fest. Sie können nicht genutzt werden», sagte der Direktor des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) in Deutschland, Martin Frick. Probleme bei der Ausfuhr der Lebensmittel gibt es derzeit unter anderem, weil Häfen und Seewege im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine blockiert sind.

    Die Ukraine war bis Kriegsbeginn einer der weltweit wichtigsten Erzeuger von Weizen sowie ein grosser Mais-Produzent. UN-Angaben zufolge wurden 2020 beispielsweise gut 30 Millionen Tonnen Mais und knapp 25 Millionen Tonnen Weizen in dem Land geerntet. Viele Länder, etwa in Nordafrika, sind abhängig von günstigem Weizen aus der Ukraine. Auch für weltweite Ernährungshilfe ist das Getreide entscheidend. «Die Nahrungsmittel der Ukraine werden in der Welt dringend benötigt», so Frick.

    WFP-Hilfskonvoi im Sudan
    WFP-Hilfskonvoi im Sudan - AFP/Archiv

    Wie das WFP weiter mitteilte, hat die Organisation seit Kriegsbeginn rund 2,5 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer mit Ernährungshilfe versorgt. Davon die meisten in der Ukraine selbst und ein paar Hunderttausend in Moldau. Es gebe eine doppelte Herausforderung: «Nahrungsmittel müssen zu den eingeschlossenen und notleidenden Menschen in der Ukraine gelangen, aber genauso auch aus der Region hinaus in die Welt, um eine globale Ernährungskrise zu entschärfen», sagte Frick.

    Das WFP brauche humanitären Zugang, sowohl zu den Menschen als auch zu den Häfen, damit Exporte von Nahrungsmitteln wieder anlaufen können. «Hunger darf keine Waffe sein, das gilt sowohl militärisch als auch wirtschaftlich.»

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