Die Quote geht zurück: Landwirtschaftlich genutzte Tiere werden in Europa immer seltener mit Antibiotika behandelt. Das ist gut für das Tier und den Menschen.
Hersteller in der Lebensmittelerzeugung setzen immer weniger Antibiotika bei ihren Tieren ein. Foto: Alberto Lingria/XinHua/dpa
Hersteller in der Lebensmittelerzeugung setzen immer weniger Antibiotika bei ihren Tieren ein. Foto: Alberto Lingria/XinHua/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hersteller in der Lebensmittelerzeugung setzen immer weniger Antibiotika bei ihren Tieren ein.

Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht mehrerer europäischer Gesundheits- und Lebensmittelbehörden.

«Der Einsatz von Antibiotika ist zurückgegangen und bei zur Lebensmittelerzeugung genutzten Tieren erstmals geringer als beim Menschen», teilte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) am Mittwoch bei der Veröffentlichung des Berichts im italienischen Parma mit.

Sie untersuchte zusammen mit der EU-Arzneimittel-Agentur EMA und der EU-Gesundheitsbehörde ECDC Daten zum Antibiotikaverbrauch in Europa zwischen den Jahren 2016 und 2018. In manchen Arzneimittelklassen halbierte sich demnach der Einsatz der Medikamente. «Das ist ein positives Signal, da es verdeutlicht, dass die Massnahmen wirken und wir auf dem richtigen Weg sind», erklärte Efsa-Chef Bernhard Url.

Die Verwendung einiger Antibiotika bei Mensch und Tier stehe im Zusammenhang mit Resistenzen von Bakterien gegen diese Wirkstoffe. Diese seien ein «erhebliches Gesundheitsproblem» und belasteten die Wirtschaft. So gebe es etwa einen Zusammenhang zwischen Antibiotika-Resistenzen von Campylobacter-Bakterien bei Tieren und Resistenzen von denselben Erregern bei Menschen. Die EU-Agenturen merkten an, dass noch weiter dagegen vorgegangen werden müsse, um Antibiotikaresistenzen in Europa und auf der Welt zu bekämpfen.

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