Dax nach Trump-Ankündigung zu Handelsstreit im Minus

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    Der von US-Präsident Donald Trump neu angefachte Handelszwist mit China hat am Montag die jüngste Kurs-Rally jäh beendet.

    Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen
    Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Anleger strichen Kursgewinne ein, der Dax verlor 1,01 Prozent auf 12.286,88 Punkte.

    Die Ankündigung weiterer Sonderzölle löste weltweit Sorgen vor einer neuen Eskalation des Konflikts zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften aus.

    Anleger strichen Kursgewinne ein, der Dax verlor 1,01 Prozent auf 12.286,88 Punkte. Immerhin konnte der Index die Verluste am Nachmittag eingrenzen.

    Zuvor war der Leitindex seit Jahresbeginn um fast 18 Prozent vorgerückt. Trump habe mit seiner Ankündigung «viele auf dem falschen Fuss erwischt», sagte Stratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank, und für ein abruptes Ende der Ruhe an den Kapitalmärkten gesorgt. Der «handelsstreitanfällige Dax» sei entsprechend unter Druck geraten.

    Auch die Nebenwerte mussten Federn lassen: Der MDax der mittelgrossen Börsentitel sackte zum Wochenstart um 1,16 Prozent auf 25.659,91 Punkte ab.

    Unmittelbar vor einer neuen Runde in den seit Monaten laufenden Handelsgesprächen hatte Trump überraschend ankündigt, die bereits geltenden Sonderzölle auf Wareneinfuhren aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar würden schon von diesem Freitag an von bisher 10 auf 25 Prozent erhöht. An Chinas Börsen ging es daraufhin bergab.

    Die neuerliche Verschärfung des Konflikts belastete die Aktien des Automobilsektors. Die Kurseinbussen reichten von 1,7 Prozent bei Volkswagen bis zu 2,5 Prozent für Continental.

    Auch Stabilus konnte sich dem nicht entziehen. Nach dem schwachen zweiten Geschäftsquartal hatte der Spezialist für Gasfedern und Dämpfer erneut die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Daraufhin fielen die Aktien im Nebenwerte-Index SDax um 5,7 Prozent.

    Zu den Schlusslichtern im MDax gehörten die Papiere von Dürr mit einem Minus von ebenfalls 5,7 Prozent. Sowohl die Baader Bank als auch das Analysehaus Warburg Research hatten ihre Kaufempfehlungen für die Anteilscheine des Anlagenbauers gestrichen. Am Index-Ende knickten die Papiere von Hochtief um 8,6 Prozent ein. Händler verwiesen zur Begründung auf einen Kursrutsch der Aktien der australischen Tochter Cimic.

    Mit einem Dividendenabschlag gehandelt wurden schliesslich die Papiere des Chemiekonzerns BASF und des Versorgers RWE.

    Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büsste am Montag 1,13 Prozent auf 3462,95 Punkte ein. In Paris gab der Cac 40 ähnlich stark nach. In London wurde wegen eines Feiertags nicht gehandelt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial lag zum europäischen Handelsende rund 0,7 Prozent im Minus.

    Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,04 Prozent am Freitag auf minus 0,07 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 142,88 Punkte. Der Bund-Future gewann am Abend 0,15 Prozent auf 165,47 Punkte.

    Der Euro notierte zuletzt bei 1,1195 US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,8933 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1199 (Freitag: 1,1155) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8929 (0,8965) Euro gekostet.

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