Sonnenschutzmittel schützt nicht nur vor Verbrennungen, sondern kann auch das Krebsrisiko vermindern. Doch wann und wo muss sie aufgetragen werden?
Sonnenschutzmittel Sonnenbrand
Eine Frau trägt sich Sonnenschutzmittel auf. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Über eine App können Nutzerinnen und Nutzer die aktuelle UV-Strahlung prüfen.
  • Die Vereinten Nationen haben diese Applikation entwickelt.
  • Somit kann herausgefunden werden, wann und wo Sonnenschutzmittel aufgetragen werden muss.

Welchen UV-Schutz brauche ich heute? Um darauf überall auf der Welt schnell eine Antwort zu bekommen, haben die Vereinten Nationen nun eine App herausgebracht.

Mit einer neuen Handy-App können Nutzerinnen und Nutzer für ihren jeweiligen Aufenthaltsort die aktuelle UV-Strahlung prüfen. Sie können sehen, ob und wann sie Sonnenschutzmittel auftragen sollten. Die App wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Weltwetterorganisation (WMO) und UN-Partnern entwickelt.

«SunSmart Global UV-App» ist kostenlos

Die «SunSmart Global UV-App» steht im Apple-App- und im Google-Play-Store kostenlos zur Verfügung. Ziel ist, Menschen zu warnen und damit das Risiko von Hautkrebs und Augenschäden durch UV-Strahlung zu verringern. Sie steht auch auf Deutsch zur Verfügung.

Haben Sie sich auch schon mal einen heftigen Sonnenbrand geholt?

Gerade jetzt im Sommer sei die UV-Strahlung besonders hoch und Schutz für die Haut wichtig, betonte die WMO. Je nach Hauttyp könne es schon nach 15 Minuten ohne Schutz in der Sonne zu Verbrennungen kommen.

Sonnenschutzmittel kann vor Krebs schützen

Die UV-Strahlung wird auf einer Skala von 1 (sehr niedrig) bis 11 oder höher (sehr hoch bis extrem) angegeben. Ab Stufe 3 sei Sonnenschutzmittel angebracht. In Europa erreiche die Strahlung an Sommertagen oft 8, sagte eine WMO-Sprecherin. Die App verwendet aktuelle Daten von Wetterdiensten.

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Ein Frau schwimmt bei Sonnenschein im Freibad. Auch einen Meter unter der Wasseroberfläche trifft UV-Strahlung noch auf den Körper. - dpa

Die UV-Strahlung ist für den Menschen nicht sichtbar und kann auch nicht mit anderen Sinnesorganen wahrgenommen werden. «UV-Strahlung ist krebserregend und Ursache für sofortige und langfristige Wirkungen an Haut und Augen der Menschen und ein wichtiger Umweltparameter.» Darüber berichtet das Bundesamt für Strahlenschutz.

Das Amt verweist darauf, dass die UV-Strahlung abhängig ist von der Höhe eines Ortes. Sie nehme pro 1000 Höhenmeter etwa um zehn Prozent zu.

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