Kurz vor der Einführung einer landesweiten 2G-Regel in Österreich ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen auf einen Rekordwert geklettert.
Lange Schlangen vor einem Bekleidungsgeschäft in Wien
Lange Schlangen vor einem Bekleidungsgeschäft in Wien - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • In Österreich erhalten ab Montag nur noch Geimpfte oder Genesene Zutritt zu Innenräumen.
  • Gastgewerbe und Tourismusregionen zeigen Verständnis für den Schritt.
  • Die Fallzahlen erreichten heute Samstag einen neuen Höchstwert.

Laut der offiziellen Statistik vom Samstag wurden binnen 24 Stunden 9943 Infektionen gezählt - über dem bisherigen Höchstwert von 9586, der im November des Vorjahres erreicht worden war.

Test reicht nicht mehr

Angesichts der rapide steigenden Fallzahlen und der sich füllenden Intensivstationen hatte die Regierung am Freitag angekündigt, dass ab Montag nur Geimpfte oder von Covid-19 Genesene (2G-Regel) Zutritt zu Lokalen, Veranstaltungen und Hotels bekommen.

Somit sind auch der Tourismussektor und Skigebiete von diesem Teil-Lockdown für Ungeimpfte betroffen. Ausserdem gilt die Regel für Dienstleister wie Friseurbetriebe, Massagesalons oder Nagelstudios.

Coronavirus - Österreich
18.05.2021, Österreich, Salzburg: Reinigungskrägte säubern den Grossen Saal des Mozartkinos. Neben anderen Branchen bereiten sich auch Kultureinrichtungen auf die Öffnungen am 19. Mai 2021 vor, nachdem sie lange aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen bleiben mussten. Foto: Barbara Gindl/APA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ - dpa

Die Gastgewerbe- und Tourismusindustrie zeigten am Samstag Verständnis für den Schritt: Die Regierung habe wegen der Ansteckungsdynamik keine andere Wahl gehabt, sagte Robert Seeber, der die Sparte in der Wirtschaftskammer vertritt. «Ausserdem ist der verantwortungsbewusste Umgang mit dem Infektionsgeschehen ein wichtiges Signal an unsere Herkunftsmärkte, insbesondere gegenüber Deutschland». Es müsse jetzt alles getan werden, um während der Skisaison Reisewarnungen zu verhindern.

In Österreich sind bislang 64 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft. Die Regierung hofft, dass sich Zögernde oder Unentschlossene durch die Verschärfungen nun zu einer Impfung entschliessen werden.

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