Österreich verschärft seine Corona-Regeln wegen steigenden Infektionszahlen. Ab Montag gilt in vielen Bereichen 2G – Getestete bleiben aussen vor.
Eine Tafel vor einem Restaurant an der Hauptstrasse informiert die Gäste über die 2G-Regel mit der Aufschrift „Geimpft Genesen“. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
Eine Tafel vor einem Restaurant an der Hauptstrasse informiert die Gäste über die 2G-Regel mit der Aufschrift „Geimpft Genesen“. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In Österreich gilt ab Montag bundesweit die 2G-Regel.
  • Für den Friseur oder Konzerte braucht es eine Impfung oder eine überstandene Infektion.

Menschen ohne Corona-Impfung dürfen in Österreich ab Montag keine Lokale, Friseure und Veranstaltungen mehr besuchen. Auch für Tourismusbetriebe gibt es dann nur noch nach Impfung oder Genesung (2G-Regel) Zutritt. Das gab die Regierung in Wien am Freitagabend nach Beratungen mit den Chefs der neun Bundesländer bekannt. In Österreich steigt die Zahl der Neuinfektionen in der vierten Welle rasant.

Am Freitag stand die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen bei 9388 - nahe dem bisherigen Rekordwert von 9586, der vor etwa einem Jahr erreicht wurde.

«Die Dynamik ist aussergewöhnlich, und die Belegungen in den Intensivbetten steigen deutlich schneller als erwartet», sagte Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP). «Es ist schlicht und einfach unsere Verantwortung, die Menschen in unserem Land zu schützen», begründete der konservative Politiker die drastischen Schritte.

Ursprünglich hatte die Regierung geplant, einen Teil-Lockdown für Ungeimpfte erst einzuführen, wenn 500 Betten in Intensivstationen mit Corona-Patienten belegt sind. Derzeit sind es zwar noch 362, doch die 500 würden schon in wenigen Tagen erreicht werden, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne). «Deshalb haben wir uns mit den Bundesländern darauf verständigt, mit strengeren Massnahmen für mehr Sicherheit zu sorgen.»

In Österreich haben 66,5 Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz - leicht unter der deutschen Rate von 69 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Alpenland stand zuletzt bei 522.

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