Die Ausbildung von Streitkräften oder die Lieferung von Raketen: 20 Staaten sicherten der Ukraine im Krieg ihre militärische Hilfe zu.
Lloyd Austin (l), Verteidigungsminister der USA, und General Mark Milley, Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff, sprechen mit Journalisten nach einer virtuellen Sitzung der internationalen Ukraine-Kontaktgruppe im Pentagon. Foto: Alex Brandon/AP/dpa
Lloyd Austin (l), Verteidigungsminister der USA, und General Mark Milley, Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff, sprechen mit Journalisten nach einer virtuellen Sitzung der internationalen Ukraine-Kontaktgruppe im Pentagon. Foto: Alex Brandon/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Alex Brandon

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund 20 Staaten werden die Ukraine im Krieg militärisch unterstützen.
  • Dazu gehören unter anderem Griechenland, Italien oder Polen.
  • Neben Artilleriesystemen sollen auch Raketen geliefert werden.

Die Ukraine hat nach Angaben der US-Regierung von etwa 20 Staaten Zusagen für weitere militärische Unterstützung bekommen. Dies teilte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin in Washington nach einer Videoschalte der neuen internationalen Ukraine-Kontaktgruppe mit: «Rund 20 Länder haben neue Pakete mit Sicherheitshilfen angekündigt».

Die Kontaktgruppe besteht seit Ende April. Sie war bei einem Treffen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz gegründet worden. Es wurden monatliche Treffen vereinbart.

Demnach wollen beispielsweise Italien, Griechenland und Polen Artilleriesysteme liefern. Dänemark versprach weitere Raketen. Andere Staaten kündigten Unterstützung bei der Ausbildung der Streitkräfte an.

Nach wie vor seien Artilleriegeschütze ein zentrales Element der Gefechte, sagte Austin: «Der Kampf wird in dieser Phase wirklich durch Artillerie geprägt. Und wir haben in den vergangenen Wochen ernste Artilleriegefechte gesehen.» Der russische Angriffskrieg gegen das Nachbarland dauert inzwischen drei Monate.

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Ukrainischer Soldat mit NLAW-Rakete im Ukraine-Krieg (Archiv). - AFP

An einem ersten Treffen im rheinland-pfälzischen Ramstein nahmen etwa 40 Staaten teil. Austin zufolge kamen mittlerweile weitere Länder hinzu - so etwa Österreich, Bosnien-Herzegowina, Kolumbien und Irland. An der Schalte am Montag nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus 47 Staaten teil.

Verteidigungsminister Austin kündigte zudem für den 15. Juni ein Treffen in Brüssel an. Es soll am Rande von Beratungen der Nato-Verteidigungsminister stattfinden.

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