Boeing

    Vietnamesische Behörde: Boeing hatte Beschleunigungsproblem

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Nach dem Beinahe-Unglück am Münchner Flughafen legt ein vorläufiger Untersuchungsbericht von Vietnams Luftfahrtbehörde ein technisches Problem an der Vietnam-Airlines-Maschine schon beim Start nahe.

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    Boeing: Start-Drama hätte «Hunderte Todesopfer» geben können - keystone

    Beim Beschleunigen auf dem Rollfeld habe die Besatzung bereits Probleme bei der Boeing 787-9 festgestellt, berichten die regierungsnahen Tageszeitungen «Tuoi Tre» und «Thanh Nien» unter Berufung auf erste Erkenntnisse von Vietnams Luftfahrtbehörde, die sich auf Darstellungen der Piloten stützen. Die Behörde wollte den Inhalt der Medienberichte nicht bestätigen.

    Ungefähr auf halbem Weg auf der Startbahn habe die Maschine rund zwei Sekunden lang nicht an Tempo zugelegt, heisst es in den Berichten weiter. Danach habe die Maschine zunächst bis zur kritisch erforderlichen Geschwindigkeit beschleunigt, aber dann sei das Tempo abgefallen.

    Da nicht mehr genug Strecke auf der Bahn vorhanden gewesen sei, um den Start sicher abzubrechen, habe der Pilot den Startvorgang fortgesetzt. Der Pilot habe die Triebwerks-Schubhebel auf maximale Position gebracht und die Flugzeugnase hochgezogen.

    Warnmeldung veranlasste Pilot zur Umkehr

    Nach dem gerade noch erfolgreichen Abheben habe die Maschine Warnmeldungen abgegeben, dass das Heck auf das Rollfeld getroffen sei – ein sogenannter Tailstrike – und zudem vier der acht Reifen Luft verlören. Bei einer späteren ersten Inspektion sei festgestellt worden, dass die Reifen – drei auf der linken Fahrwerksseite, einer auf der rechten – geplatzt waren. Die Besatzung habe daraufhin die Flugsicherung informiert und entschieden, für eine technische Überprüfung nach München zurückzukehren.

    Vor dem Landen liess die Maschine nach Angaben einer Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) noch Kerosin ab, um die Maschine leicht genug für eine sichere Landung zu machen. Zudem habe der Pilot die Maschine zwei Schleifen in niedriger Höhe über dem Flughafen drehen lassen, damit die Flugsicherung den Zustand des Fahrwerks beurteilen konnte. Nachdem keine Abnormitäten daran festgestellt worden seien, habe der Pilot das Flugzeug gelandet.

    Aufnahmen in sozialen Medien zeigten, wie die Boeing von Flug VN34 am Samstag beim Start über die Bahn hinaus raste und – eine Staubwolke hinterlassend – abhob. Bei der Landung rund zwei Stunden später war Qualm zu sehen, der am Fahrwerk aufstieg. Laut dem vorläufigen Bericht der vietnamesischen Behörde gab es im Flugzeug mit 271 Passagieren und 16 Crew-Mitgliedern selbst kein Feuer oder Rauch. Verletzt wurde niemand.

    Kommentare

    User #2434 (nicht angemeldet)

    Profis nennen das "Error Chain". Da wurden eine ganze Ansammlung verschiedener Fehler im Cockpit produziert. Mit sehr viel Glück wurde daraus keine Katastrophe. Der Preliminary Report wird die Fehler aufdecken.

    User #6320 (nicht angemeldet)

    Boingboing, wieder einmal Glück gehabt.

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