Wahlkampf

    Viele finden Wahlkampf eher öde

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    Deutschland,

    Im Fernsehen, auf Plakaten - die Spitzenkandidaten der Parteien sind in diesen Tagen omnipräsent. Doch bei vielen Wahlberechtigten kommt keine richtige Begeisterung für diesen politischen Wettbewerb auf.

    Wahlplakate hängen an Strassenlaternen in der Landeshauptstadt Erfurt in Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa
    Wahlplakate hängen an Strassenlaternen in der Landeshauptstadt Erfurt in Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Den laufenden Bundestagswahlkampf finden viele Wähler relativ langweilig.

    Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bezeichneten nur vier Prozent der Wahlberechtigten den aktuellen Wahlkampf als «äusserst spannend». 16 Prozent der Befragten beurteilten den Wettstreit der Parteien als «eher spannend».

    Und obgleich in Sachen Regierungskoalition zur Zeit noch alles offen scheint, finden insgesamt 43 Prozent der Teilnehmer der repräsentativen Umfrage den Wahlkampf langweilig. 19 Prozent von ihnen waren sogar der Meinung, der Wettbewerb um Stimmen und Kanzleramt sei diesmal «äusserst langweilig». Rund 29 Prozent der Deutschen finden den aktuellen Wahlkampf weder spannend noch langweilig. Sieben Prozent der Befragten trauten sich in der Frage «Wie spannend oder langweilig finden Sie bislang den Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021?» kein Urteil zu.

    Der bald scheidenden Regierung von CDU, CSU und SPD stellen die Wahlberechtigten derweil kein gutes Zeugnis aus. Auf die Frage, in welchem von neun Politikfeldern - vom Klimaschutz bis zur Digitalisierung der Verwaltung - es unter der aktuellen Regierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Fortschritte gegeben habe, antworteten 46 Prozent der Befragten: «Es gab in keinem dieser Bereiche Fortschritte.»

    Nur sieben Prozent der erwachsenen Bundesbürger sind der Meinung, man sei dem Ziel mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, unter der derzeitigen Regierung ein Stück näher gekommen. Acht Prozent der Deutschen sehen Fortschritte beim Tierschutz. Genauso gering ist die Zahl derjenigen, die in den vergangenen Jahren eine positive Entwicklung bei der Ausstattung der Bundeswehr wahrgenommen haben. Immerhin 16 Prozent der Deutschen haben das Gefühl, man sei bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund vorangekommen. Dass sich die Benachteiligung von Frauen im Arbeitsleben unter dieser Regierung verringert hat, glauben 17 Prozent der Wahlberechtigten - der höchste Zustimmungswert unter den abgefragten Politikfeldern.

    Insgesamt zeigen sich diejenigen, die bei der Bundestagswahl 2017 CDU oder CSU gewählt hatten, am zufriedensten mit den Leistungen der aktuellen Regierung. Bei den Wählern der AfD ist die Unzufriedenheit am grössten.

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