Nach einer Erschütterung in einem polnischen Bergwerk konnte ein Arbeiter gerettet werden. Die Suche nach einem zweiten geht weiter.
Bergwerk
Blick in ein Bergwerk. (Symbolbild) - sda

Das Wichtigste in Kürze

  • In einem polnischen Bergwerk kam es zu einer Erschütterung.
  • Inzwischen konnte ein eingeschlossener Arbeiter gerettet werden.
  • Die Suche nach einem zweiten Arbeiter wurde fortgesetzt.

Nach einer Erschütterung in einem südpolnischen Bergwerk haben Rettungsmannschaften einen eingeschlossenen Arbeiter gerettet. Die Suche nach einem zweiten wurde am Sonntag unter schwierigen Bedingungen fortgesetzt. Der Gerettete sei verletzt, aber ausser Lebensgefahr, teilte das Krankenhaus mit.

Wie die Nachrichtenagentur PAP und lokale TV-Sender berichteten, ereignete sich das Beben am Samstagvormittag kurz vor neun Uhr in dem zur Stadt Ruda Slaska gehörenden Stollen Bielszowice.

Sieben Arbeiter in Gefahrenzone

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich nach Angaben der Bergwerksleitung sieben Arbeiter in der Gefahrenzone in rund 780 Metern Tiefe. Zunächst wurden fünf von ihnen unverletzt gerettet. Zu zwei 31 und 42 Jahre alten Bergleuten brach jedoch der Kontakt zunächst völlig ab. Daher startete noch am Morgen eine grosse Suchaktion.

In der Nacht auf Sonntag gelang es den Rettern, Sprech- und Sichtkontakt zu einem Vermissten aufzunehmen und ihn schliesslich herauszuholen. Er habe sich in halb liegender und halb sitzender Position eingesperrt in einem engen Zwischenraum befunden, berichtete ein Bergwerkssprecher.

Zum zweiten Vermissten gab es bis Sonntagnachmittag noch keinen Kontakt. Schon zuvor hatte es geheissen, die Rettungskräfte würden Rettungsstollen bohren, um von verschiedenen Seiten zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Auch die Retter hätten nur wenig Bewegungsraum in dem teilweise verschütteten Areal. Sie könnten nur «Zentimeter für Zentimeter» vorankommen, erklärte der Firmensprecher. Ihre Sicherheit sei aber gewährleistet.